Meta Aktie: Iris startet im September 2026

Meta startet im September die Fertigung des KI-Chips Iris und plant den Einstieg ins Cloud-Geschäft. Die Aktie legt deutlich zu.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte, atmosphärische Szene, die den Technologiesektor darstellt, mit einem Gefühl der Vorfreude auf zukünftige Innovationen. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Eigener KI-Chip startet im September
  • Meta vermietet künftig Rechenkapazität
  • Aktie steigt um fast zwölf Prozent
  • Quartalszahlen Ende Juli erwartet

Meta Platforms baut gerade an zwei Fronten gleichzeitig: eigene KI-Chips und ein komplett neues Geschäftsfeld. Die Aktie reagiert deutlich. Am Mittwoch steht das Papier bei 589,40 Euro, ein Plus von 1,76 Prozent zum Vortag.

Der eigentliche Treiber liegt aber nicht im Tagesgeschäft. Binnen sieben Tagen ist die Aktie um 11,67 Prozent gestiegen, binnen 30 Tagen um 15,16 Prozent. Grund dafür sind Berichte über einen fundamentalen Strategiewechsel bei Hardware und Infrastruktur.

Eigener Chip startet im September

Meta will im September 2026 mit der Fertigung seines eigenen KI-Chips beginnen. Der Chip trägt den Codenamen „Iris“ und ist Teil des mehrjährigen Programms „Meta Training and Inference Accelerator“. Mit eigener Chip-Entwicklung will sich der Konzern unabhängiger von externen Herstellern machen.

Der Nutzen ist konkret: Die selbst entwickelte Hardware soll vor allem die Empfehlungsalgorithmen von Facebook und Instagram effizienter machen. Das ist Teil eines viel größeren Infrastruktur-Ausbaus. Bis Ende 2026 will Meta insgesamt 7 Gigawatt Rechenleistung bereitstellen.

Im ersten Halbjahr kamen bereits 1 Gigawatt hinzu. Bis Dezember sollen weitere 2,5 Gigawatt folgen.

Meta wird zum Cloud-Anbieter

Diese Woche kam eine zweite Nachricht ans Licht, die mindestens genauso schwer wiegt. Meta will überschüssige Rechenkapazität künftig an externe Kunden vermieten. Damit tritt der Konzern direkt gegen etablierte Cloud-Riesen wie Amazon AWS und Microsoft Azure an.

Der langfristige Fahrplan ist ambitioniert. Bis 2027 soll die gesamte Rechenleistung auf 14 Gigawatt steigen. Interne Prognosen beziffern die dafür nötigen Investitionen in Energie und Hardware auf bis zu 145 Milliarden Dollar.

Das ist eine Wette in gigantischer Größenordnung. Meta verlässt damit endgültig die Rolle des reinen Social-Media-Konzerns und positioniert sich als Infrastruktur-Anbieter.

Charttechnik und der Blick auf die Zahlen

Der jüngste Kursanstieg hat die Aktie deutlich näher an ihr 52-Wochen-Hoch von 677,80 Euro gebracht, der Abstand beträgt noch 13,04 Prozent. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 67,2 und nähert sich damit überkauftem Terrain. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 521,24 Euro beträgt der Abstand 13,08 Prozent.

Die Kombination aus Kurssprung und aufgeheiztem Sentiment macht den nächsten Termin besonders spannend. Meta bestätigte am Dienstag, die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 nach Börsenschluss am Mittwoch, den 29. Juli 2026, vorzulegen. Um 22:30 Uhr deutscher Zeit folgt die Telefonkonferenz mit dem Management.

Investoren erwarten dort Antworten auf eine zentrale Frage: Wie genau rechtfertigt Meta die Milliarden-Investitionen in Chips und Rechenzentren gegenüber dem laufenden Werbegeschäft? Die kommenden zwei Wochen dürften zeigen, ob der aktuelle Kursoptimismus auf soliden Zahlen fußt oder allein auf Ankündigungen basiert.

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Meta Aktie

551,10 EUR

– 3,30 EUR -0,60 %
KGV 20,98
KUV 8,05
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite 0,34 %
Marktkapitalisierung 1,84 Bio. USD
Ø Kursziel 814,51 USD
ISIN: US30303M1027 WKN: A1JWVX

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