Meta Aktie: Milliarden-Deal unter Druck

Meta zahlt über 2 Milliarden Dollar für KI-Start-up Manus und sieht sich gleichzeitig mit einer Klage wegen betrügerischer Werbung konfrontiert. Analysten bleiben trotz Unsicherheiten optimistisch.

Kurz zusammengefasst:
  • Größte KI-Akquisition mit strategischem Kurswechsel
  • Klage wegen mutmaßlicher Profite von Scam-Anzeigen
  • Starke Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
  • Analysten halten an hohen Kurszielen fest

Meta hat gerade für über 2 Milliarden Dollar das KI-Start-up Manus aus Singapur übernommen – die bislang größte Akquisition im Bereich künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig sieht sich der Tech-Konzern mit einer brisanten Klage konfrontiert: Die US-Jungferninseln werfen Meta vor, wissentlich von betrügerischen Werbeanzeigen profitiert zu haben. Die Aktie schloss am Freitag bei 650,41 Dollar, knapp 8 Prozent unter ihrem Jahreshoch.

Die Manus-Übernahme: Strategischer Richtungswechsel

Mit dem Kauf von Manus vollzieht Meta einen bemerkenswerten Kurswechsel in seiner KI-Strategie. Das Start-up erwirtschaftet rund 100 Millionen Dollar wiederkehrende Jahresumsätze – Meta zahlt also etwa das 20-fache des Umsatzes. Die Technologie von Manus verarbeitet 147 Billionen Tokens und hat 80 Millionen virtuelle Computer generiert.

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Entscheidend ist jedoch der strategische Aspekt: Meta verabschiedet sich mit dieser Akquisition teilweise von seinem bisherigen Open-Source-Ansatz bei KI-Modellen wie LLaMA. Stattdessen setzt der Konzern auf proprietäre, kommerzielle Modelle mit den Codenamen „Avocado“ und „Mango“, die speziell für den Markt der KI-Agenten entwickelt werden. Die Integration der Manus-Technologie soll bereits Mitte 2026 in das nächste große KI-Modell von Meta einfließen.

Schatten über dem Deal: Die Betrugsvorwürfe

Die Freude über die Expansion wird durch eine Klage getrübt, die Ende Dezember 2025 eingereicht wurde. Die US-Jungferninseln beschuldigen Meta, bewusst an betrügerischer Werbung verdient zu haben. Besonders brisant: Interne Firmendaten sollen zeigen, dass Meta 2024 möglicherweise bis zu 16 Milliarden Dollar mit sogenannten „Scam Ads“ erwirtschaftet hat – fast 10 Prozent des Gesamtumsatzes.

Die Vorwürfe werfen Fragen zu möglichen Strafzahlungen und Reputationsschäden auf. Für Investoren ist unklar, welche finanziellen Konsequenzen drohen könnten.

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Starke Fundamentaldaten treffen auf Unsicherheit

Operativ läuft das Geschäft weiterhin rund. Im dritten Quartal 2025 übertraf Meta mit einem Gewinn je Aktie von 7,25 Dollar die Analystenerwartungen von 6,74 Dollar deutlich. Der Umsatz kletterte um 26,2 Prozent auf 51,24 Milliarden Dollar. Werbeeinblendungen stiegen um 14 Prozent, der durchschnittliche Preis pro Anzeige um 10 Prozent.

Dennoch zeigt sich am Markt Vorsicht. Chief Operating Officer Javier Olivan verkaufte Ende Dezember Aktien im Wert von etwa 340.000 Dollar. Solche Insider-Transaktionen fallen besonders dann auf, wenn das Unternehmen gleichzeitig unter rechtlichem Druck steht.

Analysten bleiben trotz der Unsicherheiten optimistisch. Morningstar bewertet die Aktie mit einem fairen Wert von 850 Dollar, Piper Sandler bestätigte sein „Übergewichten“-Rating mit einem Kursziel von 840 Dollar. Die Begründung: Das Werbegeschäft dürfte dank KI-gestützter Tools auch 2026 weiter wachsen. Bei einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 29,2 liegt die Bewertung unter dem historischen Durchschnitt – ein mögliches Signal für Unterbewertung angesichts der Wachstumsaussichten.

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