Meta Aktie: Radikale Wende

Meta schrumpft seine Reality-Labs-Sparte mit massiven Stellenstreichungen und investiert die Mittel in den Ausbau einer gigantischen KI-Recheninfrastruktur namens Meta Compute.

Kurz zusammengefasst:
  • Massiver Stellenabbau in der Metaverse-Sparte
  • Neuer Fokus auf gigantische KI-Infrastruktur
  • Langfristige Atomstrom-Verträge für Rechenzentren
  • Neue Führungskraft mit politischem Hintergrund

Mark Zuckerberg dreht am großen Rad: Meta baut seine Metaverse-Sparte massiv ab und setzt stattdessen voll auf künstliche Intelligenz. Rund 1.500 Mitarbeiter müssen gehen, während der Konzern gleichzeitig ein neues Infrastruktur-Imperium hochzieht. An der Börse sorgt der Umbau zunächst für Verunsicherung.

Metaverse adé: Reality Labs schrumpft drastisch

Der Konzern zieht die Konsequenzen aus Jahren der Verluste. Die Reality Labs-Sparte, zuständig für VR-Brillen und die virtuelle Welt Horizon, hat seit 2020 über 60 Milliarden Dollar verbrannt. Jetzt fallen etwa 10 Prozent der 15.000 Stellen weg. CTO Andrew Bosworth hat für Mittwoch eine Krisensitzung mit allen Mitarbeitern angesetzt.

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Das frei werdende Kapital fließt in eine neue Priorität: „Meta Compute“. Diese neu geschaffene Organisation soll die KI-Infrastruktur von Meta in den kommenden Jahren auf ein gigantisches Niveau heben. Zuckerbergs Ziel sind „Dutzende Gigawatt“ an Rechenkapazität bis 2030 – langfristig sogar über 100 Gigawatt. Zum Vergleich: Ein Gigawatt versorgt rund 750.000 Haushalte.

Atomstrom und politische Verstärkung

Um diesen Plan umzusetzen, hat Meta am Montag einen 20-Jahres-Vertrag mit dem Energiekonzern Vistra unterzeichnet. Die Vereinbarung sichert 2.600 Megawatt aus Atomkraftwerken in Pennsylvania und Ohio. Zusätzlich schloss Meta Partnerschaften mit Oklo und TerraPower, einem von Bill Gates unterstützten Unternehmen. Bis 2030 will der Konzern klimaneutral sein.

Parallel dazu verstärkt sich Meta politisch. Dina Powell McCormick, frühere Goldman-Sachs-Managerin und stellvertretende Sicherheitsberaterin unter Donald Trump, übernimmt ab sofort die Position der Präsidentin und Vize-Vorsitzenden. Sie wird „Meta Compute“ gemeinsam mit dem Infrastruktur-Chef Santosh Janardhan und Stratege Daniel Gross leiten. Ihre Ernennung dürfte kein Zufall sein: Mit ihren Kontakten in Politik und Wirtschaft soll sie den Weg für die massiven Infrastrukturprojekte ebnen.

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Analysten bleiben optimistisch

Die Aktie gab am Montag 1,7 Prozent nach. Wells Fargo senkte das Kursziel von 802 auf 795 Dollar, bestätigte aber die „Overweight“-Einstufung. Im Analystenkonsens liegt das durchschnittliche Kursziel bei rund 825 Dollar – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 28 Prozent.

Viele Beobachter werten den Kahlschlag bei Reality Labs positiv. Der Metaverse-Bereich sollte bereits im Dezember um 30 Prozent zusammengestrichen werden. Nun folgen Taten. Die Frage ist, ob Meta die eingesparten Mittel schnell genug in profitable KI-Anwendungen umsetzen kann – während Google gerade die 4-Billionen-Dollar-Marke knackte.

Am Mittwoch folgt die interne Belegschaftsversammlung. Danach dürfte klarer sein, welche Umstrukturierungskosten anfallen und wie schnell der Umbau greift.

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