Meta Aktie: Wahlgericht verlangt Gleichbehandlung
Nach dem Kursrückgang stehen Metas Brasilien-Dementi, neue Feed-Steuerungen und ein gesenktes Kursziel im Fokus.
Kurz zusammengefasst
- Meta-Aktie fällt um 3,9 Prozent
- Brasilianisches Wahlgericht verlangt gleiche Inhaltsbehandlung
- Neue Anpassungen für Facebook-Feed und Reels
- Cantor Fitzgerald senkt Kursziel auf 840 Dollar
Die Aktie von Meta Platforms hat zum Ende der Handelswoche spürbare Einbußen hinnehmen müssen. Am Freitag sank der Kurs um 3,9 Prozent auf 631,20 Euro. Auslöser war eine breit angelegte Verkaufswelle im Technologiesektor.
Marktbeobachter führten die Zurückhaltung der Investoren vor allem auf steigende Renditen an den Anleihemärkten zurück. Zudem wuchsen an den Börsen die Zweifel daran, wie nachhaltig sich die massiven Ausgaben für künstliche Intelligenz mittelfristig auszahlen.
Trotz des jüngsten Kursrückschlags fällt die Zwischenbilanz für das laufende Börsenjahr weiterhin positiv aus. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 13 Prozent.
Juristischer Druck im brasilianischen Wahlkampf
Neben der allgemeinen Stimmung an den Märkten geriet der Konzern auch politisch in die Schlagzeilen. Meta wies gestern Vorwürfe zurück, im brasilianischen Präsidentschaftswahlkampf einen der Kandidaten politisch bevorzugt zu haben.
Das Dementi folgte auf eine Entscheidung des brasilianischen Wahlgerichts vom Donnerstag. Die Richter ordneten an, dass Meta im Vorfeld der entscheidenden Stichwahl am 25. Oktober eine Gleichbehandlung der Inhalte beider Bewerber sicherstellen muss.
Für zusätzliche Unruhe sorgte ein Medienbericht über interne Abläufe. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, hatten Meta-Mitarbeiter in internen Chats eingeräumt, dass Einschränkungen die Instagram-Konten von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva während der Wahl behindert hatten. Reuters berief sich dabei auf Mitteilungen, die zuvor von der brasilianischen Tageszeitung Folha de S.Paulo eingesehen worden waren.
Ausbau der KI-Anwendungen und Analystenstimme
Auf der operativen Seite setzt Meta die Weiterentwicklung seiner Plattformen fort. Vor über einem Monat hatte das Unternehmen die Modelle Muse Wonder und Muse Wonder Full für agentenbasierte Aufgaben im privaten und beruflichen Umfeld vorgestellt.
Die Modelle wurden für Anwendungsbereiche wie Gedächtnisleistung, Programmieraufgaben und autonome Agenten konzipiert. Am Dienstag führte Meta zudem neue Steuerungselemente für den Facebook-Feed und Reels ein. Nutzer können ihre Inhaltsempfehlungen nun in eigenen Worten beschreiben und in Echtzeit anpassen.
An der Wall Street wird die Geschäftsentwicklung trotz kurzfristiger Unsicherheiten konstruktiv beurteilt. Analyst Deepak Mathivanan von Cantor Fitzgerald senkte am 12. Oktober im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen das Kursziel von $860 auf $840. Das Institut behielt seine Einstufung für die Aktie jedoch unverändert bei „Overweight“.
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