Metaplanet: 20. Anleihe mit EVO Fund
Metaplanet begibt erneut Anleihen für Bitcoin-Käufe, während Leerverkäufer die Nachhaltigkeit der Strategie anzweifeln.

Kurz zusammengefasst
- Acht Milliarden Yen neue Anleihen
- EVO Fund zeichnet gesamte Tranche
- Nettoverlust von 619 Millionen Dollar
- Kursziel: 100.000 Bitcoin bis 2026
Metaplanet zapft erneut den Anleihemarkt an. Das japanische Unternehmen sichert sich frisches Kapital für weitere Bitcoin-Käufe. Leerverkäufer beobachten das Manöver genau. Sie zweifeln an der Nachhaltigkeit dieser aggressiven Strategie.
Konkret begibt Metaplanet nullverzinsliche Anleihen im Wert von acht Milliarden Yen. Das entspricht rund 50 Millionen US-Dollar. Der EVO Fund von den Cayman Islands zeichnet die gesamte Tranche. Es ist bereits die zwanzigste Emission dieser Art.
Ein rollierender Kreditrahmen
Das Finanzierungsmodell folgt einem festen Muster. Die Papiere kommen ohne Zinsen, Sicherheiten oder Garantien aus. Sie enthalten jedoch einen automatischen Tilgungsauslöser. Dieser greift, sobald Metaplanet über künftige Finanzierungen identische Summen vom EVO Fund einsammelt.
Meist geschieht dies durch die Ausübung von Aktienoptionsscheinen. In der Praxis wird jede Anleihe getilgt und ersetzt, wenn die nächste Finanzierungsrunde abschließt. So entsteht eine rollierende, kostenlose Kreditlinie. Die neuen Papiere laufen bis April 2027.
Neue Prioritäten bei der Kapitalverteilung
Das Management passt nun die Verwendung der Mittel an. Metaplanet plant Einnahmen aus der 27. Serie von Aktienbezugsrechten. Von den angepeilten 37 Milliarden Yen fließen acht Milliarden in die vorzeitige Schuldentilgung.
Bisher wollte das Unternehmen diese Erlöse komplett in Bitcoin und verwandte Ertragsstrategien stecken. Ein Großteil von gut 25 Milliarden Yen bleibt weiterhin für den Aufbau der Krypto-Reserven reserviert. Die restlichen Mittel dienen der Einkommensgenerierung.
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Ambitionierte Ziele treffen auf hohe Verluste
Die Japaner bauen ihren Bestand konsequent aus. Ende März hielt das Unternehmen knapp 40.200 Bitcoin. Damit ist Metaplanet der drittgrößte unternehmerische Bitcoin-Halter weltweit.
Diese aggressive Strategie fordert ihren Tribut. Für das Geschäftsjahr 2025 verbuchte der Konzern einen Nettoverlust von 619 Millionen US-Dollar. Der Bitcoin-Kurs notiert derweil bei rund 77.800 Dollar. Er hat sich nach dem Rekordhoch vom Oktober etwas abgekühlt.
Die Aktie gehört zu den am häufigsten leerverkauften Papieren an der Tokioter Börse. Kritiker bezweifeln, dass der EVO Fund das Finanzierungskarussell dauerhaft am Laufen hält. Die aktuelle Zeichnung werten Marktbeobachter als Vertrauensbeweis.
Metaplanet will bis Ende 2026 exakt 100.000 Bitcoin anhäufen. Im Folgejahr sollen es 210.000 Stück sein. Das Ziel: Der Konzern muss seine aktuellen Reserven in wenigen Monaten mehr als verdoppeln.
Ein regulatorisches Risiko bedroht diesen Plan. Die Japan Exchange Group prüft aktuell neue Index-Regeln. Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Krypto-Anteil könnten aus dem TOPIX-Index fliegen. Ein Ausschluss im Oktober 2026 würde Metaplanet von wichtigen passiven Kapitalflüssen abschneiden.
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