Metaplanet Aktie: 41 Prozent Minus seit Jahresbeginn
Metaplanet verlässt den S&P Japan Mid Cap 100 nach Kursverfall. Ein Bitcoin-Belohnungsprogramm soll Aktionäre besänftigen.

Kurz zusammengefasst
- Ausschluss aus bedeutendem Börsenindex
- Kursverlust von rund 41 Prozent seit Januar
- Bitcoin-Geschenkaktion für ausgewählte Aktionäre
- Keine neuen Bitcoin-Käufe seit neun Wochen
Metaplanet fliegt aus dem S&P Japan Mid Cap 100. Das Index-Aus ist die Quittung für einen beispiellosen Kursverfall. Das Management reagiert prompt. Eine ungewöhnliche Bitcoin-Prämie soll die enttäuschten Aktionäre nun bei Laune halten.
Index-Aus und Krypto-Geschenke
Seit Montag ist der Rauswurf offiziell. Er markiert den vorläufigen Tiefpunkt einer massiven Talfahrt. Aktuell notiert das Papier bei lediglich 1,32 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Wert damit rund 41 Prozent eingebüßt.
Um die Stimmung zu drehen, greift das Unternehmen tief in die Krypto-Kiste. Gemeinsam mit der Börse Coincheck startet Metaplanet ein neues Belohnungsprogramm. Ausgewählte Anteilseigner erhalten direkt Bitcoin auf ihr Konto. Die Spitzenprämie liegt bei 100.000 Yen in der Kryptowährung. Wer bis Ende Juni mindestens 100 Aktien hält, qualifiziert sich für die Auslosung.
Kaufpause bei Bitcoin
Offiziell positioniert sich der Konzern weiter als „Bitcoin-First“-Unternehmen. In der Praxis ruhen die Käufe allerdings. Seit neun Wochen hat Metaplanet keine neuen Coins mehr erworben. Andere Firmen agieren deutlich aggressiver.
Strategy kaufte kürzlich 520 Bitcoin für 35 Millionen US-Dollar. Auch Strive Inc griff im Juni massiv zu. Metaplanet wählt indes einen vorsichtigeren Weg. Das Management konzentriert sich voll auf die Integration der Siiibo Securities. Mit diesem Zukauf will der Konzern neue Finanzprodukte rund um Bitcoin entwickeln.
Hoffen auf den ETF-Effekt
Charttechnisch bleibt die Situation angespannt. Die Aktie handelt gefährlich nahe an ihrem 52-Wochen-Tief von 1,20 Euro. Ein wichtiger Widerstand wartet bei der 50-Tage-Linie von 1,59 Euro. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von rund 40 noch keine Trendwende. Kurz gesagt: Die Lage bleibt fragil.
Die Rettung könnte letztlich von außen kommen. Japans institutionelles Umfeld für digitale Assets verbessert sich spürbar. Der nationale Pensionsfonds plant ab 2026 eine Krypto-Quote von einem Prozent. Parallel dazu ordnet die Regierung die Regulierung neu. Das ebnet mittelfristig den Weg für japanische Spot-Bitcoin-ETFs.
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