Der japanische Bitcoin-Strategist Metaplanet steckt tief in den roten Zahlen. Mit einem ausgewiesenen Nettoverlust von 95 Milliarden Yen (619 Millionen US-Dollar) und unrealisierten Buchverlusten in Milliardenhöhe steht CEO Simon Gerovich im Kreuzfeuer der Kritik. Doch statt angesichts des massiven Kursverfalls der Aktie zurückzurudern, geht der Firmenchef in die Offensive und verteidigt die aggressive Akkumulationsstrategie vehement.
Die Zahlen im Detail
Ein Blick in die Bücher offenbart das Ausmaß der Schieflage: Das Unternehmen hält aktuell 35.102 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Kaufkurs von rund 107.000 US-Dollar. Da der Bitcoin-Kurs derzeit nur noch zwischen 67.000 und 68.000 US-Dollar notiert, belaufen sich die nicht realisierten Verluste auf der Bilanz auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar.
Diese Diskrepanz spiegelt sich dramatisch im Aktienkurs wider. Die Papiere von Metaplanet haben seit ihren Höchstständen im Jahr 2025 rund 85 Prozent an Wert eingebüßt und handeln nahe 307 Yen. Dieser Absturz korreliert direkt mit dem Rückgang des Bitcoin, der fast 50 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Oktober notiert.
Offensive gegen Kritiker
In einer deutlichen Stellungnahme wandte sich Gerovich gegen anonyme Marktteilnehmer, denen er vorwarf, Empörung zu schüren, ohne Verantwortung zu tragen. Er hingegen habe keine Bedenken, öffentlich für den Kurs des Unternehmens einzustehen. Metaplanet sei eines der transparentesten Unternehmen weltweit und lege Wallets sowie Käufe in Echtzeit offen. Gerovich räumte zwar ein, dass die Käufe im September nahe eines lokalen Hochs stattfanden, betonte jedoch den langfristigen Charakter der systematischen Akkumulation.
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Operativ gibt es trotz der massiven Buchverluste Lichtblicke: Durch den Verkauf von Put-Optionen – einer Strategie zur Generierung von Prämien und Senkung der effektiven Einstandskosten – sprang der operative Gewinn im Geschäftsjahr 2025 um das 17-Fache auf 6,29 Milliarden Yen (40,8 Millionen US-Dollar). Die Einnahmen aus Optionsprämien stiegen dabei drastisch von 691 Millionen auf 7,98 Milliarden Yen.
Ambitionierte Ziele bis 2027
Das Management hält unbeirrt an seiner Expansionsstrategie fest. Der „555 Million Plan“ sieht vor, den Bestand bis Ende 2026 auf 100.000 Bitcoin fast zu verdreifachen und bis 2027 sogar 210.000 Einheiten zu erreichen. Zur Finanzierung dieser Käufe und zum Schuldenabbau sammelte Metaplanet erst Ende Januar rund 21 Milliarden Yen durch neue Aktien und Optionsscheine ein. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Unternehmen einen Anstieg des operativen Gewinns um 81 Prozent auf 11,4 Milliarden Yen in Aussicht.
Als mittlerweile viertgrößter börsennotierter Bitcoin-Halter weltweit – hinter Schwergewichten wie MicroStrategy und MARA Holdings – plant Metaplanet zudem quartalsweise Dividendenzahlungen bis Ende 2026. Der langfristige Erfolg dieser Wette hängt nun fast ausschließlich davon ab, ob der Bitcoin-Kurs die Gewinnschwelle von 107.000 US-Dollar wieder nachhaltig überschreiten kann.
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