Metaplanet Aktie: Milliarden-Abschreibung

Das japanische Bitcoin-Unternehmen bucht eine massive Wertberichtigung, hebt aber gleichzeitig seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für die kommenden Jahre deutlich an.

Kurz zusammengefasst:
  • Wertberichtigung von 680 Millionen Dollar auf Bitcoin-Bestände
  • Umsatzprognose für 2025 um 31 Prozent erhöht
  • Aktie verliert über 7 Prozent nach Bekanntgabe
  • Ambitionierte Expansionspläne für das Jahr 2026

Das japanische Bitcoin-Treasury-Unternehmen meldete am Montag eine massive Wertberichtigung von 104,6 Milliarden Yen (680 Millionen Dollar) auf seine Kryptobestände. Diese Nachricht schickte die Aktie in Tokio auf Talfahrt, doch gleichzeitig überraschte das Management mit einer Anhebung der Umsatzprognosen für die kommenden Jahre. Wie passen dieser Buchungsverlust und der operative Optimismus zusammen?

Teurer Einkauf im vierten Quartal

Verantwortlich für das tiefrote Ergebnis ist der Kursrückgang des Bitcoin zum Jahresende 2025. Metaplanet hatte seine Bestände im vierten Quartal aggressiv ausgebaut und dafür laut Berichten 451 Millionen Dollar investiert. Der durchschnittliche Kaufpreis lag dabei bei 105.412 Dollar pro Bitcoin. Da der Kurs Ende Dezember jedoch auf rund 87.500 Dollar gefallen war, zwangen die japanischen Rechnungslegungsvorschriften das Unternehmen zu der drastischen Abschreibung.

Red Planet Japan

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Die Bestände sind indes gewaltig gewachsen: Zum Jahresende hielt Metaplanet 35.102 BTC – ein enormer Sprung gegenüber den 1.762 BTC nur zwölf Monate zuvor. An der Börse reagierten Anleger dennoch verschnupft: Die Aktie verlor am Montag in Tokio über 7 Prozent und schloss bei 475 Yen.

Operatives Geschäft übertrifft Erwartungen

Trotz des enormen buchhalterischen Verlusts, der zu einem prognostizierten Konzern-Nettoverlust von 76,6 Milliarden Yen für 2025 führt, läuft das operative Kerngeschäft besser als gedacht. Das Unternehmen hob seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025 um 31 Prozent auf 8,9 Milliarden Yen an. Auch das operative Ergebnis soll mit 6,3 Milliarden Yen deutlich über den bisherigen Zielen liegen.

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Der Haupttreiber für diese positive Entwicklung ist das sogenannte „Bitcoin Income Generation“-Segment. Hierbei nutzt Metaplanet Derivate- und Optionsstrategien auf die eigenen Bestände, um laufende Erträge zu generieren, unabhängig von der reinen Kursentwicklung des Basiswerts.

Ambitionierte Pläne für 2026

Für das kommende Geschäftsjahr bleibt das Management auf Expansionskurs. Die Umsatzprognose für 2026 liegt bei 16 Milliarden Yen (104 Millionen Dollar), wobei fast 98 Prozent dieser Einnahmen aus dem Bitcoin-Geschäft stammen sollen. Das traditionelle Hotelgeschäft spielt mit erwarteten 400 Millionen Yen nur noch eine untergeordnete Rolle.

Ermöglicht wird diese Strategie durch eine diversifizierte Kapitalstruktur. Neue Finanzierungsinstrumente und eine Kreditlinie über 500 Millionen Dollar erlauben es dem Unternehmen, flexibler zu agieren. Das Management bezeichnete die kurzfristige Volatilität in einer Stellungnahme als Teil des Geschäftsmodells, betonte jedoch, dass die langfristige Akkumulationsstrategie unverändert bleibe. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 wird Metaplanet am 16. Februar vorlegen.

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