Meyer Burger Technology: Der finale Absturz?
Meyer Burger Technology steht vor dem finanziellen Kollaps: Notverkäufe zu Schleuderpreisen, Insolvenz der deutschen Tochter und drohende Klagen von Anlegerschützern.

Kurz zusammengefasst
- Notverkäufe von Solarmodulen zu extrem niedrigen Preisen
- Insolvenzantrag der deutschen Tochtergesellschaft
- Anleihegläubiger verweigern weitere Zahlungsaufschübe
- Drohende Sammelklage durch Schweizer Anlegerschützer
Die Finanzkrise bei Meyer Burger Technology erreicht eine neue Eskalationsstufe. Während Notverkäufe in den USA die verzweifelte Liquiditätssituation offenbaren, verweigern Gläubiger weitere Zahlungsaufschübe – und Anlegerschützer ziehen vor Gericht.
Notverkäufe zu Ramschpreisen
Ein aktueller Verkauf der US-Tochter unter Gläubigerschutz zeigt das ganze Ausmaß der Katastrophe: Gerade einmal 9 Megawatt Solarmodule konnten abgesetzt werden – zu einem vernichtenden Preis von nur 0,12 Euro pro Watt. Das entspricht einem Gesamterlös von lächerlichen 1,1 Millionen Euro, weit unter Buchwert und Marktpreisen.
Doch der Horror geht weiter: Mitte August sollen weitere 32 Megawatt unter den Hammer kommen. Ein klarer Indikator für den verzweifelten Versuch, überhaupt noch Cash zu generieren. Die Botschaft an die Märkte könnte deutlicher nicht sein: Meyer Burger ist zahlungsunfähig.
Insolvenzwelle rollt durch den Konzern
Die deutsche Tochter MBT Systems GmbH, Emittentin wichtiger Wandelanleihen, hat bereits Insolvenz angemeldet. Gleichzeitig verweigern Anleihegläubiger weitere Zahlungsaufschübe – ein vernichtendes Urteil über die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens.
Die Fakten sprechen eine klare Sprache:
- Insolvenzantrag der deutschen Tochter
- Keine Gnade mehr von Anleihegläubigern
- Drohende Sammelklage durch Schweizer Anlegerschützer
- Erneut verschobener Geschäftsbericht 2024
Juristisches Endspiel beginnt
Der Schweizerische Anlegerschutzverein (SASV) bereitet nun eine Klage gegen aktuelle und ehemalige Vorstände vor. Damit weitet sich die Krise von der operativen auf die juristische Ebene aus – und erhöht den Druck auf das ohnehin schon gebeutelte Management.
Für Aktionäre und unbesicherte Gläubiger zeichnet sich immer deutlicher ab: Ein Totalverlust rückt in greifbare Nähe. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann das endgültige Aus kommt.
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