Micron: 196% Umsatzwachstum in Q2
Micron-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch nach Erholung von KI-Algorithmus-Panik. Starke Quartalszahlen und hohe Nachfrage stützen den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Neues 52-Wochen-Hoch bei 424 Euro
- Erholung nach TurboQuant-Einbruch im März
- Umsatz im zweiten Quartal fast verdreifacht
- Milliardeninvestitionen in neue Fabriken
Erst der Absturz, dann die rasante Aufholjagd. Bei Micron liegen Panik und Euphorie derzeit nah beieinander. Ein neuer Algorithmus von Google ließ den Speicherspezialisten im März um 30 Prozent einbrechen. Inzwischen hat die Aktie den Schock verdaut und markiert neue Höchststände.
Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 424,00 Euro. Damit erreichte die Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Plus von rund 58 Prozent auf der Anzeigetafel.
Den jüngsten Schub lieferte Intel. Der Chipriese übertraf die Gewinnerwartungen der Wall Street deutlich. Das befeuerte den gesamten Halbleitersektor. Micron profitiert direkt von dieser Stimmung. Technologiekonzerne kombinieren schnelle KI-Prozessoren zwingend mit leistungsstarken Speichermodulen.
Der Geist von TurboQuant
Ende März sorgte Googles Forschungsabteilung für Panik. Sie präsentierte den Kompressionsalgorithmus TurboQuant. Dieser senkt den Speicherbedarf für KI-Modelle drastisch. Die Micron-Aktie verlor daraufhin fast ein Drittel an Wert. Investoren fürchteten ein abruptes Ende der enormen Nachfrage.
Die Sorge erwies sich als übertrieben. TurboQuant lindert den Speicherengpass lediglich. Das fundamentale Problem löst die Software nicht. Laut dem SK-Hynix-Vorsitzenden Chey Tae-won könnte der Mangel an Speicherchips bis in das Jahr 2030 anhalten. Der Markt erkannte die intakten Wachstumsaussichten. Die Käufer kehrten zurück.
Fundamentaldaten stützen den Kurs
Die Geschäftszahlen untermauern den Optimismus. Im zweiten Geschäftsquartal 2026 verzeichnete Micron einen Umsatz von 23,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht fast einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr. Die Nettogewinnmarge liegt bei starken 41,5 Prozent.
Aktuell kann der Konzern nur gut die Hälfte der Nachfrage nach Hochbandbreitenspeicher bedienen. Diese Lücke treibt die Preise nach oben. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 23 ist die Aktie moderat bewertet. Ein PEG-Ratio von 0,46 signalisiert eine Unterbewertung relativ zum erwarteten Gewinnwachstum.
Milliarden für den Ausbau
Um den Hunger der Rechenzentren zu stillen, baut Micron massiv aus. In New York entsteht eine neue Fabrik für 100 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu rüstet das Unternehmen bestehende Anlagen in Taiwan auf.
Kritiker verweisen auf mögliche Überkapazitäten in der Zukunft. Das Management hat das Investitionsbudget für das laufende Jahr auf 25 Milliarden US-Dollar erhöht. Im kommenden Jahr sollen weitere 10 Milliarden US-Dollar fließen. Kurz gesagt: ein Risiko.
Am 24. Juni 2026 legt Micron die Zahlen für das dritte Quartal vor. Dieser Termin liefert den nächsten harten Faktenabgleich. Steigen die Umsätze im Rechenzentrumsgeschäft weiter, entkräftet das die TurboQuant-These endgültig. Stagniert das Wachstum, erhält das Bären-Szenario neue Nahrung.
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