Micron: 493,62 Dollar neues 52-Wochen-Hoch
Micron Technology erreicht neues 52-Wochen-Hoch. Analysten sehen trotz Kursverdopplung weiteres Potenzial dank KI-Boom und struktureller Knappheit.

Kurz zusammengefasst
- Neues 52-Wochen-Hoch für Micron
- PEG-Ratio signalisiert Unterbewertung
- KI-Nachfrage treibt Rekordumsätze
- Kapazitätsengpässe bis 2027 erwartet
Micron Technology hat am Freitag ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht — und die Frage, die Investoren und Analysten zunehmend beschäftigt, ist nicht ob der Kursanstieg berechtigt ist, sondern ob er weit genug gegangen ist.
Die Aktie notiert aktuell bei 422,65 Euro, ein Plus von rund 3,7 Prozent auf Tagesbasis. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt — ein Anstieg von 57 Prozent in knapp vier Monaten. Wer vor zwölf Monaten eingestiegen ist, sitzt auf einem Gewinn von über 520 Prozent.
Bewertung: Noch Luft nach oben?
Trotz dieser Kursexplosion deutet die Bewertung nicht auf Überhitzung hin. Das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis (PEG) liegt laut Morningstar bei 0,46 — deutlich unter dem Schwellenwert von 1,0, ab dem eine Aktie als fair bewertet gilt. Ein PEG unter 1 signalisiert, dass das erwartete Gewinnwachstum im Kurs noch nicht vollständig abgebildet ist.
Das Wachstum, das diesen Wert stützt, ist beeindruckend. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Micron den Umsatz auf 23,9 Milliarden Dollar — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Erwartungen der Analysten von 19,9 Milliarden Dollar. Treiber waren Rekordverkäufe bei DRAM, NAND und High-Bandwidth-Memory (HBM), angeheizt durch starke KI-Nachfrage und festere Preise.
Strukturelle Knappheit bis mindestens 2027
Der Speichermarkt wird von drei Unternehmen dominiert: Samsung, SK Hynix und Micron. Keines der drei verfügt derzeit über ausreichend Produktionskapazität, um den Bedarf der Tech-Industrie zu decken. Analyst John Vinh von KeyBanc erwartet, dass Kapazitätserweiterungen mindestens bis 2027 begrenzt bleiben — und DRAM- wie NAND-Preise weiter steigen werden.
Microns HBM-Kapazität ist für das gesamte Jahr 2026 ausgebucht, abgesichert durch langfristige Lieferverträge mit großen KI-Chip-Abnehmern wie Nvidia. Vinh hob zudem hervor, dass Micron mit Hyperscale-Kunden verbesserte Langfristvereinbarungen abgeschlossen hat — inklusive Preisuntergrenzen und Vorauszahlungen.
Analysten bullish, ein Wermutstropfen
Von 40 Analysten, die Micron abdecken, stufen 30 die Aktie als „Strong Buy“ ein, fünf als „Moderate Buy“. Das höchste Kursziel auf dem Street liegt bei umgerechnet rund 780 Euro — was vom aktuellen Niveau aus ein Aufwärtspotenzial von rund 75 Prozent bedeuten würde.
Einen kritischen Ton schlägt die Erste Group an: Sie stufte Micron von „Buy“ auf „Hold“ zurück und verwies auf den hohen Investitionsbedarf, der den freien Cashflow belastet. Ferner könnten anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Lieferketten großer Chiphersteller unter Druck setzen — mit potenziell jahrelangen Nachwirkungen.
Parallel zur Bewertungsdebatte kursieren Spekulationen über einen möglichen Aktiensplit. Microns Kurs ist in drei Jahren um rund 640 Prozent gestiegen. Der letzte Split liegt 26 Jahre zurück — das Management könnte die Aktie für Kleinanleger zugänglicher machen wollen. Eine Entscheidung dazu steht bislang nicht an.
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