Micron: 605% EPS-Wachstum erwartet
Micron treibt neue US-Sanktionen gegen chinesische Chipkonkurrenten voran und übertrifft an der Börse alle Analystenerwartungen.

Kurz zusammengefasst
- Lobbyarbeit für schärfere Exportkontrollen
- Goldman Sachs sieht Gewinnexplosion
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
- Rekordumsatz im dritten Quartal erwartet
Micron kämpft derzeit erfolgreich an zwei Fronten. In Washington treibt der Speicherchip-Hersteller neue Sanktionen gegen chinesische Konkurrenten voran. Parallel dazu pulverisiert das Unternehmen an der Wall Street die Gewinnerwartungen der Analysten. Das macht die Aktie zum zentralen Barometer für den KI-Boom.
Politischer Druck auf China
Ein wichtiger Ausschuss des US-Repräsentantenhauses hat den sogenannten MATCH Act verabschiedet. Micron hat im Vorfeld intensiv für dieses Gesetz lobbyiert. Das Ziel: Der Kongress soll den Export von Produktionsanlagen an chinesische Chiphersteller strenger kontrollieren.
Das Gesetz zielt direkt auf Konkurrenten wie ChangXin und YMTC ab. Obendrein fordert der Entwurf eine engere Abstimmung mit Verbündeten. Länder wie Japan und die Niederlande sollen ihre Exportregeln an die US-Vorgaben anpassen.
Für die Konkurrenz ist das ein zweischneidiges Schwert. Samsung und SK Hynix könnten von einem schwächeren chinesischen Markt profitieren. Allerdings betreiben beide südkoreanische Konzerne eigene Fabriken in China. Strenge Exportregeln könnten ihre dortige Produktion empfindlich stören.
Gewinnschätzungen explodieren
Der politische Rückenwind trifft auf eine beispiellose fundamentale Stärke. Laut Goldman Sachs verantwortet Micron allein einen Großteil aller Gewinnkorrekturen im S&P 500 seit Kriegsbeginn im Iran. Analysten erwarten für 2026 ein Gewinnwachstum von über 600 Prozent. Die Investmentbank liegt mit ihren eigenen Schätzungen sogar deutlich über dem Marktkonsens.
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Diese Aussichten treiben den Aktienkurs massiv an. Am Freitag schloss das Papier bei 424 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Wert der Aktie mehr als versechsfacht. Starke Quartalszahlen von Intel befeuerten die Stimmung im Halbleitersektor zusätzlich.
Aktuell wird Micron mit 540 Milliarden US-Dollar bewertet. Marktbeobachter halten den Sprung in den Billionen-Club für möglich. Die scheinbar günstige Bewertung trügt jedoch leicht. Die Speicherpreise sind wegen knapper Kapazitäten stark aufgebläht. Bauen die Hersteller in den kommenden Jahren neue Anlagen, sinken die Preise und damit die Gewinne.
Blick auf das Rekordquartal
Ende Mai legt Micron seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal vor. Das Management peilt einen Rekordumsatz von 33,5 Milliarden US-Dollar an. Bis dahin bleibt der politische Prozess in Washington der wichtigste Kurstreiber. Passiert der MATCH Act den Senat, ordnet das die Machtverhältnisse im globalen Speichermarkt neu.
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