Micron Aktie: Bank of America hebt Ziel auf 950 Dollar
Micron-Aktie erreicht neuen Rekord über 800 Dollar. Bank of America hebt Kursziel auf 950 Dollar an. KI-Nachfrage treibt Speicherpreise.

Kurz zusammengefasst
- Aktie schließt erstmals über 800 Dollar
- Bank of America erhöht Kursziel auf 950 Dollar
- KI-Ausgaben der Cloud-Riesen treiben Nachfrage
- Neue 256-GB-Speichermodule für KI-Server
Micron hat eine neue Schwelle gerissen: Erstmals schloss die Aktie über 800 Dollar. Am Mittwoch ging das Papier bei 803,63 Dollar aus dem Handel, ein Tagesplus von 4,83 Prozent. Der Treiber ist eine Mischung aus KI-Euphorie, knapper Speicherproduktion und einem massiven Analysten-Upgrade.
Am Donnerstag notiert die Aktie in Euro bei 682,50 Euro und damit leicht unter dem Rekordschluss vom Vortag. Seit Jahresbeginn bleibt ein Plus von 153,72 Prozent stehen; über 30 Tage sind es 73,75 Prozent.
Bank of America legt die Latte höher
Bank of America hat das Kursziel für Micron auf 950 Dollar angehoben. Zuvor lag es bei 500 Dollar, das Rating bleibt bei „Buy“. Die Begründung trifft den Kern der aktuellen Chip-Rally: Speicherangebot wächst nicht mehr so flexibel wie früher.
Die Analysten verweisen auf Engpässe bei Kapital, Packaging und Strom. Genau dort drückt der KI-Boom besonders stark. Rechenzentren brauchen immer mehr schnellen Speicher, während neue Kapazitäten nur langsam entstehen.
Im Bewertungsmodell trennt die Bank Micron nun in zwei große Wertblöcke. KI und HBM stehen für rund 240 Dollar je Aktie, das klassische DRAM- und NAND-Geschäft für etwa 710 Dollar. Das ist eine klare Botschaft: Der Markt bewertet Micron nicht mehr als normalen Zykliker.
Bank of America erwartet, dass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bis 2028 unter 110 Prozent bleibt. In der Branche spricht das für anhaltend feste Preise. Kein Wunder, dass Anleger nervös auf jede neue Kapazitätsmeldung schauen.
Hyperscaler treiben die Nachfrage
Der Börsenwert von Micron liegt nach dem Sprung über der Marke von 906 Milliarden Dollar. Parallel wächst der Investitionshunger der großen Cloud-Konzerne. Die gesamten KI-bezogenen Ausgaben könnten bis 2027 über eine Billion Dollar steigen.
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Amazon und Microsoft planen jeweils Budgets nahe der Marke von 200 Milliarden Dollar. Alphabet liegt nur knapp darunter. Meta hat seine Prognose erhöht und nennt höhere Speicherpreise ausdrücklich als einen wichtigen Grund.
Micron liefert dafür die passende Produktstory. Am 12. Mai meldete der Konzern erste Muster neuer 256-GB-DDR5-RDIMM-Module. Diese Bausteine zielen direkt auf Server, die große KI-Modelle schneller und effizienter verarbeiten sollen.
Die Module erreichen bis zu 9.200 Megatransfers pro Sekunde. Der Strombedarf soll gegenüber klassischen Konfigurationen mit mehreren 128-GB-Modulen um mehr als 40 Prozent sinken. Das passt genau in eine Phase, in der Energie zum Engpass im Rechenzentrum wird.
Der Konzern baut parallel seine Produktion aus. In New York läuft seit Anfang 2026 der Bau einer 100 Milliarden Dollar schweren Megafab. In Singapur plant Micron eine weitere moderne Wafer-Fabrik für 24 Milliarden Dollar über eine Dekade.
Bewertung wird anspruchsvoll
Die Rally hat ihren Preis. Das laufende KGV liegt bei 37,94 und damit deutlich über dem Fünfjahres-Median von 20,72. Für einen Speicherhersteller ist das ein hoher Anspruch an künftige Margen.
GuruFocus-Daten sehen den aktuellen Kurs rund 138 Prozent über dem berechneten fairen Wert von 336,93 Dollar. Öffentliche Meldungen zeigen außerdem Insider-Verkäufe von etwa 52,4 Millionen Dollar in den vergangenen drei Monaten.
Der Markt setzt damit klar auf eine lange Phase knapper KI-Speicher. Hält der Engpass bei HBM und leistungsstarkem DRAM an, behält Micron Preismacht. Entspannt sich das Angebot schneller als erwartet, dürfte die hohe Bewertung deutlich weniger Fehler verzeihen.
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