Micron Aktie: CEO verkauft 40.000 Anteile bei 638 Euro
Trotz Rekordkurses und KI-Booms verkaufen Micron-Insider Aktien. CEO Mehrotra setzt auf vorab festgelegte Handelspläne.

Kurz zusammengefasst
- CEO Mehrotra verkauft Aktienpaket
- Keine Insider-Käufe in drei Monaten
- KI-Infrastruktur treibt Rekordumsätze
- Kursziel liegt unter aktuellem Niveau
Micron Technology hat in den vergangenen zwölf Monaten eine der spektakulärsten Kursrallys im Halbleitersektor hingelegt. Die Aktie notiert aktuell bei rund 638 Euro — mehr als siebenmal so viel wie noch vor einem Jahr. Ausgerechnet jetzt häufen sich die Insider-Verkäufe.
CEO verkauft, Aktionäre schauen zu
CEO Sanjay Mehrotra trennte sich Anfang Mai von knapp 40.000 Aktien für insgesamt rund 21,5 Millionen Dollar. Die Transaktionen liefen über einen vorab festgelegten 10b5-1-Handelsplan, den Mehrotra im Januar aufgesetzt hatte. Solche Pläne sollen den Vorwurf des Insiderhandels ausschließen — sie sind aber kein Zeichen besonderer Überzeugung.
Das Muster ist eindeutig. In den vergangenen drei Monaten verkauften Insider insgesamt mehr als 120.000 Aktien. Gekauft hat kein einziger. Über fünf Jahre betrachtet zählt Mehrotra 61 Verkaufstransaktionen — und null Käufe.
Fundamentaldaten auf Rekordniveau
Das Geschäft läuft derweil außergewöhnlich gut. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Micron einen GAAP-Nettogewinn von 13,79 Milliarden Dollar, was 12,07 Dollar je verwässerter Aktie entspricht. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahresquartal um 196 Prozent.
Für das laufende dritte Quartal erwartet das Management einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar — mehr als Micron in jedem vollen Geschäftsjahr bis 2024 erwirtschaftet hat. Die angestrebte Bruttomarge liegt bei rund 81 Prozent. Das sind keine inkrementellen Verbesserungen. Das ist ein Strukturbruch.
Treiber ist die KI-Infrastruktur. Hyperscaler stoßen zunehmend nicht an Rechenkapazität, sondern an Speicherbandbreite. Micron profitiert davon direkt. Analysten erwarten für das im August endende Geschäftsjahr einen Gewinn je Aktie von rund 58 Dollar — nach 8,29 Dollar im Vorjahr.
Konferenz als nächster Stimmungstest
Am Dienstag nimmt Micron an der J.P. Morgan Global Technology Conference teil. Das Management bekommt dort die Gelegenheit, zwei wachsende Lager direkt anzusprechen.
Die Optimisten sehen Micron als strategischen Profiteur des KI-Zyklus. Speicher sei kein Rohstoff mehr, sondern kritische Infrastruktur. Die Skeptiker verweisen auf die historische Boom-Bust-Dynamik der Branche und warnen vor Überkapazitäten — auch wenn neue Produktionskapazitäten laut Branchenbeobachtern frühestens ab der zweiten Hälfte 2028 auf den Markt kommen.
Letzteres spiegelt sich im Wall-Street-Konsens wider. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 608 Dollar — also unterhalb des aktuellen Kursniveaus. Das Rating bleibt „Strong Buy“, die Bewertung ist aber bereits ambitioniert.
Die Aktie notiert rund sieben Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Wie das Management am Dienstag die Wachstumsstory kommuniziert, dürfte kurzfristig mehr bewegen als jede Analystenstudie.
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