Micron Aktie: Gefährliche CXMT-Konkurrenz?
Fortschritte des chinesischen Chipentwicklers CXMT und Kioxias vorsichtiger Quartalsausblick belasten Micron und andere Speicherwerte.

Kurz zusammengefasst
- Micron-Aktie gibt 5,9 Prozent nach
- CXMT bestätigt technische DRAM-Muster
- Kundenprüfung und Nachfrage bestimmen Produktionsausbau
- Micron überspringt die 4F²-Architektur
Micron gerät heute im Umfeld neuer Sorgen über chinesische Konkurrenz bei Speicherchips unter Druck. Medienberichten zufolge belasten die gemeldeten Fortschritte von ChangXin Memory Technologies (CXMT) bei fortschrittlichen DRAM-Designs die Speicheraktien. Die Micron-Aktie fällt um 5,9% und notiert bei 719,30 €.
Bereits gestern hatte sich eine vorherige Kurserholung bei Micron wieder umgekehrt. Medienberichten zufolge belasteten auch dabei erneut Sorgen über die chinesische DRAM-Konkurrenz den Speichersektor.
Einem weiteren Medienbericht zufolge hat CXMT technische Muster seiner 4F²-DRAM-Technologie validiert. Das Unternehmen erklärte, die Produktion schrittweise ausweiten zu wollen, abhängig von der Validierung durch Kunden und der Nachfrage. Der Bericht beschreibt damit noch keinen uneingeschränkten Produktionshochlauf.
Micron hat sich dem Bericht zufolge entschieden, diese Architektur zu überspringen. Wie weit CXMT tatsächlich zur Massenproduktion in der Lage ist, blieb dem Bericht zufolge unklar.
Kioxias Ausblick belastet ebenfalls
Schon am Montag hatte Medienberichten zufolge der vorsichtige Ausblick von Kioxia für das Dezemberquartal auf Micron und andere Speicheraktien gedrückt. Kioxias Finanzchef führte den schwächeren Ausblick auf die zeitliche Verteilung der Auslieferungen zurück. Die Nachfrage im Bereich künstliche Intelligenz bezeichnete er weiterhin als robust.
Abseits des Marktgeschehens kündigte Micron am 27. Oktober neue Investitionen von mehr als 67 Millionen $ in Idaho an. Die Mittel sind für Verkehr, Wohnen und Kinder vorgesehen.
Am 20. Oktober hatte Micron außerdem eine strategische Investition angekündigt, die Indium Corporation den Ausbau der Verarbeitung kritischer Mineralien und der Herstellung hochreiner Materialien ermöglichen soll. Das Vorhaben in Rome im Bundesstaat New York gehört zu Microns Plan, bis zu 3 Milliarden $ in die US-Lieferkette zu investieren.
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