Die Micron-Aktie kennt derzeit fast nur eine Richtung: nach oben. Doch ist das Ende der Fahnenstange nach einer beeindruckenden Rally von über 380 Prozent in zwölf Monaten erreicht? Keineswegs, meint zumindest Mizuho Securities. Die Analysten lieferten diese Woche mit einer deutlichen Kurszielanhebung neue Argumente für die Bullen und verweisen auf eine fundamentale Marktveränderung, die länger anhalten könnte als gedacht.
Analyst sieht anhaltende Preismacht
Der entscheidende Impuls für die jüngste Stärke kam von Analyst Vijay Rakesh. Er schraubte das Kursziel für Micron von 390 auf 480 US-Dollar nach oben und bestätigte die Einstufung mit „Outperform“. Hinter dieser optimistischen Prognose steht die wachsende Überzeugung, dass das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in der Speicherindustrie keine kurzfristige Erscheinung ist.
Rakesh geht davon aus, dass die Preismacht für DRAM- und NAND-Speicherchips bis weit ins Jahr 2026 und sogar 2027 hinein stark bleiben wird. Getrieben wird dieser Zyklus durch den unersättlichen Hunger der Rechenzentren nach High Bandwidth Memory (HBM). Diese spezialisierten Speicherbausteine sind für den Betrieb komplexer KI-Modelle auf Nvidia-Hardware unverzichtbar.
Milliarden-Investition und HBM4-Fahrplan
Um diese langfristige Nachfrage bedienen zu können, treibt Micron eine massive Expansion voran. Das Unternehmen investiert 24 Milliarden US-Dollar in eine neue Fertigungsanlage in Singapur. Der Fokus liegt hierbei auf der Erweiterung der Kapazitäten für NAND-Flash-Speicher, die für die riesigen Datenmengen („Data Lakes“) von KI-Anwendungen benötigt werden. Marktbeobachter werten diesen kapitalintensiven Schritt positiv, da er notwendig ist, um Marktanteile gegen die Hauptkonkurrenten SK Hynix und Samsung zu verteidigen.
Auch technologisch drückt der US-Konzern aufs Tempo. Berichten zufolge werden bereits erste Muster der nächsten Speichergeneration HBM4 ausgeliefert. Diese Chips bieten die doppelte Dichte des aktuellen Standards. Da die Bestände des aktuellen Top-Produkts HBM3E für das gesamte Jahr 2026 praktisch schon ausverkauft sind, wird der geplante Start der HBM4-Massenproduktion im zweiten Quartal 2026 zum entscheidenden Faktor für das Umsatzwachstum in der Zukunft.
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Insider-Verkäufe eingeordnet
Inmitten des Höhenflugs sorgte eine Meldung über Insider-Transaktionen kurzzeitig für Gesprächsstoff. Michael Charles Ray, Chief Legal Officer bei Micron, verkaufte am 27. Januar Aktien im Wert von rund 5 Millionen US-Dollar.
Anleger sollten diesen Vorgang jedoch nicht überbewerten. Der Verkauf wurde über einen sogenannten Rule 10b5-1 Handelsplan abgewickelt. Dabei handelt es sich um einen vorab festgelegten Mechanismus, der es Insidern ermöglicht, zu bestimmten Zeitpunkten automatisch Aktien zu verkaufen, um den Verdacht des Insiderhandels zu vermeiden. Die Transaktion deutet somit eher auf eine übliche Diversifizierung des Vermögens hin als auf mangelndes Vertrauen in die operative Entwicklung.
Die Kombination aus prall gefüllten Auftragsbüchern und einer aggressiven technologischen Roadmap positioniert Micron weiterhin stark im KI-Sektor. Entscheidend für die Rechtfertigung des neuen Kursziels dürfte nun sein, wie reibungslos der Übergang zur HBM4-Massenerzeugung im kommenden Jahr technisch umgesetzt wird.
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