Microns Quartalsergebnis für das zweite Fiskalquartal 2026 lässt kaum Wünsche offen. Der Speicherchiphersteller übertraf die Erwartungen der Wall Street in nahezu jeder Kategorie — und erhöhte gleichzeitig die Dividende um 30 Prozent. Das Unternehmen signalisiert damit, dass es den aktuellen KI-Boom nicht als vorübergehende Sonderkonjunktur bewertet.
Zahlen auf einem anderen Niveau
Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 196 Prozent auf 23,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten laut LSEG-Konsensus mit rund 20,1 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lieferte Micron 12,20 Dollar — gegenüber einer Schätzung von 9,31 Dollar.
Der Bruttogewinn stieg um fast 500 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis erreichte 16,1 Milliarden Dollar, der Nettogewinn 13,8 Milliarden Dollar. Der operative Cashflow überschritt 11,9 Milliarden Dollar, ebenfalls mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr.
Getragen wurde das Wachstum von zwei Segmenten: Cloud-Speicher legte auf 7,75 Milliarden Dollar zu, das Mobil- und Client-Segment sprang von 2,24 Milliarden auf 7,71 Milliarden Dollar.
HBM4 läuft, Nachfolger schon in Planung
Besonders relevant für die KI-Infrastruktur ist Microns Fortschritt bei High-Bandwidth-Memory. CEO Sanjay Mehrotra bestätigte, dass die Serienproduktion von HBM4 für Nvidias Vera-Rubin-Plattform bereits im ersten Fiskalquartal anlief. Die nächste Generation, HBM4e, soll 2027 hochgefahren werden.
Das strukturelle Angebotsdefizit bleibt dabei ein zentraler Faktor. Micron kann nach eigenen Angaben derzeit nur 50 bis zwei Drittel der Bestellungen seiner größten Kunden erfüllen. Da der Bau neuer Fertigungsanlagen Jahre dauert, rechnet das Management damit, dass dieser Engpass bis weit in das Jahr 2027 anhält.
Für das laufende dritte Fiskalquartal erwartet Micron einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden Dollar — gegenüber 9,3 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum — sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von etwa 19,15 Dollar.
Kapitalausgaben steigen deutlich
Um die Nachfrage langfristig bedienen zu können, plant Micron für das Fiskaljahr 2026 Investitionsausgaben von mehr als 25 Milliarden Dollar. Der größte Einzelposten ist der Ausbau des Tongluo-Standorts, ergänzt durch steigende Bauausgaben an US-amerikanischen Fertigungsstandorten. Für 2027 sollen die Investitionen nochmals deutlich zulegen — mit einem Anstieg der baurelevanten Ausgaben um mehr als 10 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr.
Die Aktie hat diese Entwicklung bereits eingepreist: Mit einem Plus von knapp 48 Prozent seit Jahresbeginn ist Micron unter den zehn wertvollsten US-Technologieunternehmen das einzige, das 2026 bislang zulegen konnte. Der Kurs notiert nahe seinem 52-Wochen-Hoch von 402,20 Euro.
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