Micron: HBM-Marktanteil von 5% auf 21%
Analysten sehen Micron bei 1.000 Dollar, doch der Aktienkurs fällt. Der Speicherhersteller profitiert vom KI-Boom und steigert Marktanteile.

Kurz zusammengefasst
- DA Davidson setzt Rekord-Kursziel
- HBM-Marktanteil auf 21 Prozent gestiegen
- Umsatzprognose für Q3 bei 33,5 Milliarden
- KI-Ausverkauf belastet Aktienkurs
Starke Prognosen, schwache Kurse. Bei Micron Technology klaffen Analysten-Träume und Marktrealität aktuell auseinander. Die Investmentbank DA Davidson ruft das bisher höchste Kursziel an der Wall Street aus. Die Börse reagiert mit einem Kursverlust.
Analyst Gil Luria von DA Davidson sieht die Aktie bei 1.000 US-Dollar. Er empfiehlt das Papier zum Kauf. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 91 Prozent. Luria rechnet mit einem verlängerten Speicherzyklus. Die starke Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz treibt diese Entwicklung an.
Sprung bei Hochleistungsspeichern
Micron profitiert massiv vom Boom bei Hochleistungsspeichern. Diese sogenannten HBM-Chips sind für KI-Beschleuniger unverzichtbar. Der Konzern steigerte seinen Marktanteil hier rasant. Von rund fünf Prozent im Jahr 2024 kletterte der Wert auf etwa 21 Prozent. Damit überholte Micron den Konkurrenten Samsung.
Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Das Management meldet eine Auslastung der Produktionslinien bis ins Jahr 2027. Um die Nachfrage zu bedienen, investiert das Unternehmen aggressiv. Die Ausgaben sollen im laufenden Geschäftsjahr die Marke von 25 Milliarden US-Dollar übersteigen. Die Folge: Einige Investoren sorgen sich vor künftigen Überkapazitäten.
KI-Sektor unter Druck
Der jüngste Kursrückgang geht auf externe Faktoren zurück. Berichte über verfehlte Umsatzziele bei OpenAI lösten einen branchenweiten Ausverkauf aus. Auch Schwergewichte wie Nvidia und AMD gaben nach. Micron schloss am Dienstag bei 422,10 Euro. Damit notiert das Papier knapp unter dem jüngsten Jahreshoch. Seit Januar steht dennoch ein Kursplus von 57 Prozent auf der Anzeigetafel.
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Starkes operatives Geschäft
Operativ liefert der Speicherhersteller ab. Im zweiten Quartal erwirtschaftete Micron einen Umsatz von fast 24 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 12,20 US-Dollar. Beide Werte übertrafen die Markterwartungen deutlich.
Für das dritte Quartal legt das Management die Messlatte noch höher. Der Vorstand peilt einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden US-Dollar an. Die Bruttomarge soll dabei auf etwa 81 Prozent steigen.
Die Wall Street folgt diesem Optimismus mehrheitlich. Der Großteil der Experten rät weiterhin zum Kauf der Aktie. Neben dem Ausreißer von DA Davidson rufen andere Banken wie TD Cowen Kursziele im Bereich von 660 US-Dollar auf.
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