Micron: HBM-Umsatz auf 30,7 Milliarden 2027
Analysten sehen bei Micron weiteres Potenzial durch KI-getriebene Nachfrage nach Speicherchips.

Kurz zusammengefasst
- Mizuho erhöht Kursziel auf 740 Dollar
- Agentic AI als neuer Nachfragetreiber
- HBM4-Angebot für 2026 bereits ausverkauft
- 27 von 30 Analysten raten zum Kauf
Micron Technology hat in den vergangenen zwölf Monaten einen der spektakulärsten Kursanstiege im Halbleitersektor hingelegt. Wer die Aktie vor einem Jahr kaufte, sitzt heute auf einem Gewinn von über 640 Prozent. Und die Analysten sehen noch Luft nach oben.
Mizuho setzt auf „Agentic AI“ als nächsten Treiber
Mizuho-Analyst Vijay Rakesh bekräftigte am 6. Mai sein Kaufvotum und hob das Kursziel von 545 auf 740 Dollar an. Der Auslöser: sogenannte Agentic AI. Damit sind KI-Systeme gemeint, die eigenständig planen und handeln — ohne ständige menschliche Eingriffe. Rakesh sieht darin einen strukturell neuen Nachfragetreiber für DRAM, NAND und High-Bandwidth-Memory (HBM). Dieser Bedarf kommt on top zur bereits hohen Nachfrage durch KI-Inferenz.
Seine Umsatzprognosen sind ambitioniert. Für die Geschäftsjahre 2026, 2027 und 2028 rechnet Rakesh mit Erlösen von 109, 181 und 179 Milliarden Dollar. Allein das HBM-Segment soll bis 2028 auf rund 35,7 Milliarden Dollar wachsen — mit einem jährlichen Wachstum von 40 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll im Geschäftsjahr 2027 um 80 Prozent zulegen.
Fundamentaldaten stützen den Optimismus
Die Zahlen, die Micron zuletzt lieferte, geben dem Optimismus eine solide Basis. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte das Unternehmen 23,9 Milliarden Dollar Umsatz — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der vierte Quartalsumsatzrekord in Folge.
Das gesamte HBM4-Angebot für 2026 ist bereits unter verbindlichen Verträgen ausverkauft. Kunden schließen inzwischen Lieferverträge über drei bis fünf Jahre ab — ein klarer Bruch mit dem früheren Muster kurzfristiger Vereinbarungen. Für das dritte Quartal erwartet das Management einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von etwa 81 Prozent.
Von 30 befragten Wall-Street-Analysten empfehlen 27 die Aktie zum Kauf. Kein Wunder: Micron ist der einzige amerikanische HBM-Anbieter in einem Oligopol mit SK Hynix und Samsung.
Engpass reicht bis in den Massenmarkt
Die Knappheit beschränkt sich nicht auf Rechenzentren. Das Management warnte, dass PC- und Smartphone-Absätze im Kalenderjahr 2026 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sinken könnten — weil DRAM und NAND schlicht nicht ausreichen. KI-fähige PCs benötigen mindestens 32 Gigabyte Arbeitsspeicher, KI-Workstations sogar 128 Gigabyte. Das treibt den Speicherbedarf pro Gerät strukturell nach oben.
In Washington kämpft Micron parallel auf politischer Ebene. Das Unternehmen unterstützt den sogenannten MATCH Act, der neue Exportbeschränkungen für Chipfertigungsausrüstung an chinesische Wettbewerber wie CXMT und YMTC einführen soll. Der zuständige Ausschuss im Repräsentantenhaus hat dem Gesetz bereits zugestimmt. Bis zur Verabschiedung ist es jedoch noch ein weiter Weg.
Die Micron-Aktie notiert aktuell rund ein Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Am 20. Mai spricht CEO Sanjay Mehrotra auf der JP-Morgan-Technologiekonferenz — ein Termin, den Investoren im Blick behalten dürften.
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