Micron Technology vollzieht derzeit eine fundamentale Transformation. Lange Zeit dominierte das Geschäft mit Speicherchips für PCs und Smartphones die Bilanz, doch nun richtet der Konzern den Fokus konsequent neu aus. Statt auf den schwankungsanfälligen Konsumentenmarkt setzt das Unternehmen alles auf die boomende KI-Infrastruktur – mit weitreichenden Folgen für die Produktionsplanung und die Margenstruktur.
Volle Auftragsbücher dank KI-Hunger
Der Strategiewechsel ist eine direkte Reaktion auf die explodierende Nachfrage aus KI-Rechenzentren. Micron priorisiert nun High-Bandwidth Memory (HBM) und Speicherlösungen, die für das Training und den Betrieb komplexer KI-Modelle unverzichtbar sind. Im Gegenzug verabschiedet sich das Unternehmen schrittweise von margenschwächeren Speicherprodukten für den Massenmarkt. Diese Fokussierung zahlt sich bereits aus: Die HBM-Produktion für das gesamte Jahr 2026 ist durch mehrjährige Verträge bereits vollständig ausverkauft, was dem Konzern eine hohe Planungssicherheit bei Volumen und Preisen garantiert.
Zahlen bestätigen den Kurs
Die operative Neuausrichtung spiegelt sich eindrucksvoll in der Bilanz wider. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 13,64 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie sprang sogar um 167 Prozent auf 4,78 Dollar. Diese fundamentale Stärke untermauert die Kursentwicklung der letzten zwölf Monate, in denen sich der Wert der Aktie beinahe vervierfacht hat (+292 Prozent), auch wenn das Papier heute leicht bei rund 358 Euro notiert.
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Massive Expansion in den USA und Indien
Um die zugesicherten Liefermengen bewältigen zu können, plant Micron eine historische Ausweitung der Kapazitäten. In den USA sind Investitionsprojekte im Umfang von rund 200 Milliarden Dollar vorgesehen, flankiert durch staatliche Förderprogramme zur Stärkung der heimischen Chip-Produktion. Im Zentrum stehen neue Fabriken in Idaho und New York. Parallel dazu diversifiziert der Konzern seine globale Fertigung mit einer 2,7 Milliarden Dollar schweren Investition in eine Montage- und Testanlage in Indien.
Mit den gesicherten Aufträgen für 2026 und der klaren Abkehr vom zyklischen Konsumentengeschäft hat sich Micron als zentraler Infrastruktur-Lieferant im KI-Sektor etabliert. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird nun sein, wie effizient die ambitionierten Bauprojekte umgesetzt werden, um die versprochenen Kapazitäten zeitgerecht an den Markt zu bringen.
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