Microsoft Aktie: 190 Milliarden Dollar KI-Investitionen geplant
Microsoft erzielt mit seiner OpenAI-Partnerschaft hohe Umsätze, während der Aktienkurs unter den hohen Investitionskosten leidet.

Kurz zusammengefasst
- OpenAI-Investment mehr als verdoppelt
- 30 Milliarden Dollar Umsatz generiert
- Neue Partnerschaftsregeln bis 2030
- Aktie trotz operativer Stärke gefallen
Satya Nadella wollte verhindern, dass Microsoft das nächste IBM wird. Die Milliardenwette auf OpenAI hat diesen Zweck erfüllt und spült inzwischen gewaltige Summen in die Kassen. An der Börse klaffen operative Erfolge und Aktienkurs derzeit weit auseinander.
Der Softwarekonzern hat sein ursprüngliches Investment von 13 Milliarden US-Dollar in OpenAI bereits mehr als verdoppelt. In den vergangenen zwei Jahren generierte Microsoft rund 30 Milliarden Dollar Umsatz aus dem Geschäft mit dem KI-Entwickler. Den Löwenanteil lieferte dabei die Vermietung von Azure-Serverkapazitäten an das Startup.
Neue Spielregeln für die Partnerschaft
Im April stellten beide Seiten ihre finanzielle Beziehung auf ein neues Fundament. Die Umsatzbeteiligung, die von OpenAI an Microsoft fließt, ist nun bis 2030 auf 38 Milliarden Dollar gedeckelt. Ursprüngliche Prognosen gingen von weitaus höheren Rückflüssen aus.
Im Gegenzug verzichtet der Tech-Riese auf seine Exklusivrechte. OpenAI darf seine Modelle künftig auch über konkurrierende Cloud-Anbieter wie Amazon oder Google anbieten. Analysten von Wedbush werten den Deal dennoch als strukturellen Gewinn. Microsoft sicherte sich die geistigen Eigentumsrechte an den Modellen bis 2032 und behält seinen Anteil von 27 Prozent am gewinnorientierten Arm von OpenAI.
Hohe Kosten schrecken Investoren
Operativ läuft das Kerngeschäft rund. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Umsatz auf knapp 83 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen. Das Azure-Wachstum von 40 Prozent hinkt allerdings der Expansion von Google Cloud hinterher. Schwerer wiegt für viele Investoren die enorme Kapitalintensität der KI-Infrastruktur.
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Die Investitionsausgaben sollen im laufenden Geschäftsjahr einen Rekordwert von 190 Milliarden Dollar erreichen. Das weckt am Markt zunehmend Skepsis. Hedgefonds wie TCI reduzierten zuletzt ihre Positionen und verwiesen auf langfristige Risiken der KI-Abhängigkeit. Entsprechend schwach präsentiert sich die Aktie. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 14 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 347,15 Euro.
Gerichtsurteil im Fokus
Parallel dazu verteidigte CEO Satya Nadella die Partnerschaft im laufenden Gerichtsverfahren zwischen Elon Musk und OpenAI. Die Investition habe sich gut ausgezahlt, betonte er im Zeugenstand. Eine juristische Klärung steht unmittelbar bevor. Am 18. Mai wird ein Gerichtsurteil zum Non-Profit-Status von OpenAI erwartet.
Ungeachtet der juristischen Störfeuer signalisiert das durchschnittliche Kursziel von 562 Dollar weiteres Aufwärtspotenzial. Bestandaktionäre blicken derweil auf die kommende Woche. Am 21. Mai wird die Aktie ex-Dividende gehandelt, die reguläre Quartalsauszahlung von 0,91 Dollar je Anteilsschein folgt kurz darauf.
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