Microsoft Aktie: Ackman kauft 5,6 Millionen für 2,3 Mrd.
Die Gates-Stiftung trennt sich nach 25 Jahren von ihren letzten Microsoft-Anteilen, während Bill Ackman eine Milliardenposition aufbaut.

Kurz zusammengefasst
- Stiftung verkauft 7,7 Millionen Aktien
- Ackman erwirbt 5,6 Millionen Anteile
- KI-Umsatz wächst um 123 Prozent
- Aktie notiert zehn Prozent im Minus
Ein historisches Kapitel endet, während zeitgleich eine milliardenschwere Wette auf die KI-Zukunft beginnt. Die Bill & Melinda Gates Foundation hat ihre letzten Microsoft-Aktien verkauft. Im gleichen Schritt baut der Hedgefonds-Manager Bill Ackman eine massive neue Position bei dem Tech-Konzern auf. Bei Microsoft prallen derzeit zwei völlig unterschiedliche Anlegerstrategien aufeinander.
Geordneter Rückzug nach 25 Jahren
Im ersten Quartal 2026 trennte sich der Trust der Gates-Stiftung von seinen verbliebenen 7,7 Millionen Microsoft-Aktien. Der Verkaufswert lag bei rund 3,2 Milliarden US-Dollar. Damit hält die Stiftung erstmals seit ihrer Gründung im Jahr 2000 keine Anteile mehr an dem Software-Riesen.
Der Ausstieg erfolgte schrittweise über zwei Jahre. Der Grund für die Liquidation ist rein strategischer Natur. Die Stiftung benötigt mehr Liquidität, um ihre jährlichen Spendenausgaben auf fast neun Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Bis 2045 soll das Stiftungsvermögen komplett aufgebraucht sein.
Ein Misstrauensvotum gegen den Konzern ist der Verkauf nicht. Bill Gates persönlich hält laut Medienberichten weiterhin rund 103 Millionen Microsoft-Aktien außerhalb der Stiftung.
Ackman sieht günstige Bewertung
Während die Stiftung Kasse macht, greift Pershing Square zu. Die Investmentfirma von Bill Ackman erwarb ein neues Paket von 5,6 Millionen Microsoft-Aktien. Das entspricht einem Gegenwert von etwa 2,3 Milliarden US-Dollar.
Ackman begann bereits im Februar mit dem Aufbau der Position, nachdem die Aktie im Zuge der Quartalszahlen nachgegeben hatte. Er begründet den Einstieg mit einer attraktiven Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwarteten Gewinne liege deutlich unter dem historischen Durchschnitt der vergangenen Jahre.
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Zusätzlich verweist der Investor auf versteckte Reserven. Die aktuelle Marktkapitalisierung von Microsoft spiegele den 27-prozentigen Anteil an OpenAI nicht angemessen wider. Ackman taxiert den Wert dieser Beteiligung auf rund 200 Milliarden US-Dollar.
KI-Wachstum trifft auf Kursdruck
An der Börse spiegelt sich das operative Wachstum derzeit kaum wider. Die Microsoft-Aktie notiert aktuell bei rund 361 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn gut zehn Prozent im Minus.
Vom 52-Wochen-Hoch bei über 467 Euro ist das Papier weit entfernt. Auch der 200-Tage-Durchschnitt verläuft mit 396 Euro deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Dabei laufen die Geschäfte auf Hochtouren. Der Umsatz mit Künstlicher Intelligenz erreichte zuletzt eine hochgerechnete Jahresrate von 37 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 123 Prozent. Parallel dazu wuchsen die Erlöse der Cloud-Sparte Azure um 40 Prozent.
Um die hohe Nachfrage zu bedienen, plant das Management für das laufende Jahr gewaltige Infrastrukturausgaben von fast 190 Milliarden US-Dollar.
Kurzfristig steht für Aktionäre ein konkreter Termin an. Am 21. Mai wird die Aktie ex-Dividende gehandelt, zur Ausschüttung kommt eine Quartalsdividende von 0,91 US-Dollar je Anteilsschein.
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