Microsoft dominiert die Schlagzeilen rund um Künstliche Intelligenz, doch die Kehrseite des Erfolgs wird immer teurer. Während der Konzern Milliarden in die Infrastruktur pumpt, wachsen an der Wall Street die Zweifel an der Rentabilität. Nun hat ein renommiertes Analystenhaus reagiert und das Kursziel massiv zusammengestrichen – ein Warnsignal für die mittelfristigen Gewinnerwartungen.
Stifel senkt Daumen und Kursziel
Am Donnerstag geriet die Microsoft-Aktie erneut unter Druck, nachdem die Analysten von Stifel ihre Bewertung von „Buy“ auf „Hold“ herabstuften. Besonders drastisch fiel die Korrektur des Kursziels aus: Statt zuvor 540 US-Dollar sehen die Experten den fairen Wert nun lediglich bei 392 US-Dollar – ein Abschlag von fast 150 Dollar.
Hintergrund dieser Entscheidung ist die wachsende Skepsis bezüglich der Gewinnaussichten für das Jahr 2027. Laut der Analyse sind die aktuellen Konsensschätzungen für Umsatz und Gewinn je Aktie möglicherweise zu optimistisch angesetzt, wenn man die enormen Kostenblöcke berücksichtigt, die der Konzern vor sich herschiebt.
Teurer Ausbau der KI-Infrastruktur
Der Hauptgrund für den Stimmungsumschwung liegt in den jüngsten Finanzdaten. Zwar konnte Microsoft im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal den Umsatz um rund 17 Prozent auf über 81 Milliarden US-Dollar steigern, doch die Ausgabenseite bereitet den Investoren Sorgen. Die Investitionsausgaben (Capex) sprangen um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden US-Dollar an.
Dieses Geld fließt primär in den Ausbau der Infrastruktur für Cloud-Dienste und Künstliche Intelligenz. Obwohl das Cloud-Segment Azure die Wachstumserwartungen erfüllte, stellt sich am Markt zunehmend die Frage nach dem „Return on Investment“ (ROI). Die Befürchtung lautet, dass die massiven Investitionen die Margen länger belasten könnten als ursprünglich angenommen.
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Charttechnische Warnsignale
Die Reaktion der Anleger auf diese Entwicklung ist deutlich: Seit der Veröffentlichung der Quartalszahlen Ende Januar hat die Aktie rund 13 Prozent an Wert verloren. Aktuell notiert das Papier bei 410,71 US-Dollar und damit weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 509 US-Dollar.
Technisch befindet sich der Titel in einer kritischen Phase. Marktbeobachter sehen die Gefahr, dass bei einem nachhaltigen Rutsch unter die jüngsten Tiefs die psychologisch wichtige Marke von 400 US-Dollar getestet werden könnte. Um den kurzfristigen Abwärtstrend zu brechen, wäre eine Rückeroberung höherer Niveaus um 421 US-Dollar notwendig.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Unterstützung um 400 US-Dollar standhält oder ob die Neubewertung der Wachstumsaussichten den Kurs weiter in Richtung des neuen Kursziels drückt.
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