Microsoft Aktie: Azure-Wette vor dem Urteil
Microsoft erhöht Surface-Preise deutlich und wird teurer als Apple, während Analysten von Bernsteins optimistischer Azure-Prognose getrieben eine Kursrallye erwarten.

Kurz zusammengefasst
- Starke Preiserhöhungen für Surface-Geräte
- Analysten von Bernstein bekräftigen Kaufempfehlung
- Aktie profitiert von optimistischer KI- und Cloud-Aussicht
- Nächster Quartalsbericht am 29. April als Prüfstein
Microsoft steckt mitten in zwei gegensätzlichen Geschichten. Einerseits erholt sich die Aktie kräftig, getragen von Analysten-Rückenwind. Andererseits verteuert der Konzern seine Surface-Geräte so stark, dass er Apple im Premium-Segment erstmals teurer wird.
Preiserhöhungen setzen Surface unter Druck
Der Auslöser für die Preisrunde: ein globaler Engpass bei Speicherchips. Weil Hersteller ihre Kapazitäten auf KI-Rechenzentren konzentrieren, wird RAM für Verbrauchergeräte knapp und teurer. Microsoft gibt die Mehrkosten direkt weiter.
Die Ausmaße sind beachtlich. Das Surface Pro 12-Zoll kostet jetzt 1.049 Dollar statt 799 Dollar. Das 13,8-Zoll Surface Laptop kletterte von 999 auf 1.499 Dollar. Kein Surface-Gerät ist mehr unter 1.000 Dollar erhältlich.
Das verändert die Wettbewerbslage spürbar. Apples 13-Zoll MacBook Air ist nun 400 Dollar günstiger als das Surface Laptop 7. Im Topmodell-Vergleich liegt ein Surface Laptop 15-Zoll mit 64 GB RAM bei 3.649 Dollar — das vergleichbare MacBook Pro mit M5 Pro kostet 3.299 Dollar. Dell, Asus und Acer haben ebenfalls Preise erhöht, Microsoft ist also nicht allein. Das Einstiegssegment unter 1.000 Dollar hat der Konzern jedoch vollständig aufgegeben.
Bernstein hält die Bullen bei der Stange
An der Börse dominierte gestern ein anderes Thema. Bernstein SocGen bekräftigte das „Outperform“-Rating und ein Kursziel von 641 Dollar. Die Analysten widersprachen damit der Sorge, Microsofts hohe KI-Investitionen würden sich nicht rechnen. Der Rückstand zwischen Capex und Umsatzwachstum sei ein Timing-Problem, kein strukturelles. Bernstein erwartet, dass Azure im dritten Quartal des Fiskaljahres an Fahrt gewinnt — und im vierten mindestens ebenso stark wächst.
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Die Aktie legte daraufhin 3,6 Prozent zu und ließ den S&P 500 mit einem Plus von einem Prozent deutlich hinter sich. Aktuell notiert der Titel bei rund 330 Euro — rund 19 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt, was zeigt, wie stark der Kurs in diesem Jahr unter Druck stand.
Der Test kommt am 29. April
34 von 37 Analysten, die Microsoft in den vergangenen drei Monaten bewertet haben, empfehlen die Aktie zum Kauf. Das Kursziel im Konsens liegt bei 581,61 Dollar. Die letzten beiden Quartalsberichte hatten den Kurs jeweils deutlich belastet — ausgelöst durch ein verlangsamtes Azure-Wachstum.
Am 29. April veröffentlicht Microsoft die Zahlen zum dritten Quartal des Fiskaljahres 2026. Bernsteins These, dass Azure beschleunigt, wird sich dann an konkreten Zahlen messen lassen müssen.
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