Microsoft Aktie: Copilot-Offensive zündet!
Neue Copilot-Werkzeuge beflügeln Microsofts Aktie; zugleich kündigt der Konzern Investitionen von mehr als 10 Milliarden Dollar im Nahen Osten an.
Kurz zusammengefasst
- Microsoft-Aktie gewinnt 3,6 Prozent
- Copilot erhält neue KI-Werkzeuge
- Mehr als 10 Milliarden Dollar Investitionen angekündigt
- DARPA erhält Zugang zu Quantencomputing-Hardware
Neue Funktionen für die Bürosoftware haben der Aktie von Microsoft zum Ausklang der Handelswoche Auftrieb gegeben. Am Freitag stieg das Papier um 3,6 Prozent auf 453,05 Euro. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, sorgten die Ankündigungen rund um die KI-Anwendung Copilot für spürbare Nachfrage im frühen Handel, während sich zeitgleich die allgemeine Stimmung für KI-Software aufhellte.
Erweiterung der KI-Werkzeuge treibt Nachfrage
Der Konzern stellte mehrere Neuerungen für seine Softwareplattform vor. Dazu zählen ein spezielles Werkzeug für Programmierer, ein kontinuierlich aktiver KI-Agent sowie die direkte Einbettung von Word, Excel und PowerPoint in die Copilot-Umgebung. Mit diesen Schritten verzahnt Microsoft seine traditionellen Büroanwendungen noch enger mit generativen Sprachmodellen, um Arbeitsabläufe im Unternehmensalltag weiter zu automatisieren.
Die Kursgewinne spiegeln die anhaltend hohe Bedeutung wider, die Anleger den Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz beimessen. Mit dem jüngsten Zuwachs notiert die Aktie 5,2 Prozent unter ihrem bisherigen 52-Wochen-Hoch von 478,10 Euro.
Milliardenschwere Expansion im Nahen Osten
Parallel zu den Software-Neuerungen forciert der Konzern den globalen Ausbau seiner Rechenkapazitäten. Am Mittwoch kündigte Microsoft an, bis zum Jahr 2030 mehr als 10 Milliarden $ in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar und Kuwait zu investieren. Die Mittel fließen in den Aufbau von Cloud- und KI-Infrastruktur. Brad Smith bezeichnete die Region dabei als strategischen Schwerpunkt.
Zudem gab es personelle Weichenstellungen in der Konzernführung: Smith übernimmt die Aufsicht über die Kommunikationsabteilung des Unternehmens, während Brent Colburn während der Übergangsphase als Interimsleiter fungiert.
Forschungsinitiativen und rechtliche Klärung
Auch in anderen Zukunftsfeldern treibt der Softwarekonzern seine Kooperationen voran. Am Dienstag vereinbarte Microsoft, der US-Forschungsbehörde DARPA direkten Vor-Ort-Zugang zu modernster Hardware für Quantencomputing zu gewähren. Dies geschieht an einem neuen Forschungszentrum im Bundesstaat Maryland, das gemeinsam mit der University of Maryland und weiteren Partnern betrieben wird.
Für die anstehende Hauptversammlung, die für den 8. Dezember angesetzt ist, einigte sich der Konzern zudem darauf, die bisherigen Schwellenwerte für Anträge von Aktionären für den kommenden Abstimmungszyklus um ein Jahr beizubehalten. Zuvor hatte Microsoft am 16. September einen Teilerfolg vor Gericht erzielt, als ein US-Berufungsgericht eine Klage von Softwareentwicklern bezüglich Urheberrechten auf der Plattform GitHub abwies.
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