Microsoft Aktie: Game Pass verliert Millionen Abos
Nach massiven Abokündigungen senkt Microsoft die Game-Pass-Preise und setzt auf Exklusivtitel, um die Gaming-Sparte zu stabilisieren.

Kurz zusammengefasst
- Millionen Abonnenten nach Preiserhöhung verloren
- Preise für Game Pass Ultimate gesenkt
- Fokus auf Exklusivtitel wie Gears of War
- Cloud-Geschäft wächst, Aktie dennoch schwach
Millionen Abonnenten weg, ein radikaler Strategiewechsel – und die Aktie im Minus. Microsofts Gaming-Sparte steht unter Druck wie selten zuvor.
Im Oktober 2025 erhöhte der Konzern den Preis für Game Pass Ultimate um 50 Prozent – von 20 auf 30 Dollar pro Monat. Die Reaktion folgte prompt: Innerhalb weniger Monate kündigten „Millionen“ Nutzer ihr Abo, wie Xbox-Strategiechef Matthew Ball jetzt einräumte. Ein Schlag für die Marke, der bis heute nachwirkt. „Das Geschäft ist noch nicht in einem gesunden Zustand“, sagte CEO Asha Sharma.
Doch Microsoft korrigiert bereits. Seit Mai kostet Game Pass Ultimate nur noch 22,99 Dollar, der PC-Tarif sank von 16,49 auf 13,99 Dollar. Eine „gute erste Maßnahme“, so Sharma – doch die Frage bleibt: Reicht das, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen?
Exklusivtitel als Rettungsanker
Die Strategie wird klarer: Xbox setzt auf Exklusivität. Auf der Games Showcase 2026 präsentierte Microsoft über 25 Titel, darunter Gears of War: E-Day – ein Spiel, das ab Oktober 2026 nur noch auf Xbox-Konsolen erscheinen soll. Auch Persona 6 und Spyro: A Realm Beyond wurden angekündigt. Selbst Hardware wie die limitierte Xbox Series X „X25“ mit grün-transparenter Hülle soll Fans locken.
Doch der Markt reagierte skeptisch. Am Tag der Showcase verlor die Microsoft-Aktie 1,47 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 11,5 Prozent zu Buche – der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt 25 Prozent.
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Cloud-Wachstum reicht nicht
Während die Gaming-Sparte kämpft, glänzt Microsofts Cloud-Geschäft. Azure und andere Cloud-Dienste legten im letzten Quartal um 40 Prozent zu – leicht über den Analystenerwartungen. Die KI-Sparte wächst sogar noch schneller: Der Umsatz liegt bei 37 Milliarden Dollar auf Jahresbasis, ein Plus von 123 Prozent.
Doch Game Pass bleibt ein zentraler Baustein. Mit fast fünf Milliarden Dollar Jahresumsatz ist das Abo-Modell zwar profitabel – doch ohne ausreichend Nutzer verliert es an strategischer Bedeutung. Besonders brisant: Neue Call of Duty-Titel kommen erst ein Jahr nach Release in den Game Pass. Für Fans, die sofortigen Zugriff erwarten, ein klarer Nachteil.
Die Analysten bleiben optimistisch. 25 von 27 Bewertungen der letzten drei Monate lauten auf „Buy“. Doch ob die neue Exklusiv-Strategie und die Preissenkungen die Abonnenten zurückbringen, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Am 22. Juli folgt der nächste Quartalsbericht – dann wird sich zeigen, ob Microsofts Kurskorrektur Früchte trägt.
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