Microsoft Aktie: KI-Fantasie im Fokus

Microsoft überzeugt mit robusten Quartalszahlen und beschleunigtem Azure-Wachstum. Die enge OpenAI-Partnerschaft und die Monetarisierung von Copilot sind zentrale Wachstumstreiber für 2026.

Kurz zusammengefasst:
  • Azure-Umsatz steigt um 40 Prozent im Jahresvergleich
  • Partnerschaft mit OpenAI sichert exklusive Rechte bis 2032
  • Großinvestoren wie Peter Thiel bauen Positionen aus
  • Monetarisierung von KI-Assistent Copilot als Schlüssel für 2026

Microsoft startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Starke Quartalszahlen, ein dominierendes Cloud-Geschäft und die enge Verzahnung mit OpenAI sorgen dafür, dass viele Analysten den Softwarekonzern 2026 zu ihren Favoriten zählen. Entscheidend wird nun, ob Microsoft seine KI-Produkte – allen voran Copilot – im großen Stil zu Geld machen kann.

Analysten setzen auf Microsoft

Obwohl die Aktie 2025 den breiten Markt leicht verfehlte, bleibt der Titel für viele Häuser ein Kerninvestment im Technologiesektor. Während der S&P 500 im vergangenen Jahr um rund 16,4 % zulegte, kam Microsoft auf etwa 15–16 %.

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Trotz dieser leichten Unterperformance zählt Wedbush-Analyst Dan Ives die Aktie zu seinen fünf Top-KI-Werten für 2026 – neben Nvidia, Apple, Tesla und Palantir. Die Begründung liegt vor allem in den jüngsten Zahlen und den starken Wachstumstreibern im Cloud- und KI-Geschäft.

Starke Zahlen, starkes Cloud-Geschäft

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 legte Microsoft ein sehr robustes Zahlenwerk vor, das die optimistische Analystenstimmung stützt:

  • Umsatz: 77,7 Mrd. US‑Dollar, +18 % gegenüber dem Vorjahr
  • Operatives Ergebnis: 38,0 Mrd. US‑Dollar, +24 %
  • Bereinigter Gewinn je Aktie (Non-GAAP): 4,13 US‑Dollar, fast 13 % über den Erwartungen von 3,66 US‑Dollar
  • Microsoft Cloud Umsatz: 49,1 Mrd. US‑Dollar, +26 %
  • Azure-Wachstum: 40 % im Jahresvergleich

Besonders bemerkenswert: Die sogenannten „remaining performance obligations“ im kommerziellen Bereich – also vertraglich zugesicherte, aber noch nicht realisierte Umsätze – schnellten um 51 % auf 392 Mrd. US‑Dollar nach oben. Das signalisiert eine hohe Visibilität künftiger Erlöse.

Azure und KI-Kapazität als Wachstumsmotor

Im Cloud-Geschäft setzt Microsoft die Konkurrenz weiter unter Druck. Das Azure-Umsatzwachstum von 40 % bedeutet eine spürbare Beschleunigung und liegt klar über den Zuwachsraten von Amazon Web Services und Google Cloud.

Finanzchefin Amy Hood betonte, dass die Nachfrage nach Azure-Diensten „deutlich über der aktuell verfügbaren Kapazität“ liegt. Um diese Lücke zu schließen und gleichzeitig die KI-Offensive zu untermauern, will Microsoft die eigene KI-Kapazität im laufenden Geschäftsjahr um mehr als 80 % ausbauen. Das Management spricht von einem Aufbau der Infrastruktur „in nie dagewesenem Ausmaß“.

OpenAI als strategischer Hebel

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal bleibt die enge Partnerschaft mit OpenAI. Microsoft hält 27 % an dem KI-Spezialisten und profitiert gleich mehrfach:

  • OpenAI hat zusätzliche Azure-Leistungen im Umfang von 250 Mrd. US‑Dollar vertraglich gebucht.
  • Microsoft besitzt exklusive IP- und API-Rechte für Azure bis 2030.
  • Die Rechte an Modellen und Produkt-IP wurden bis 2032 verlängert.

Daraus ergeben sich mehrere strategische Vorteile:

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  • Exklusives Hosting von ChatGPT auf Azure
  • Tiefe Integration von OpenAI-Funktionen in Microsoft 365 und Copilot
  • Zugang zu über 80.000 Azure-Kunden, darunter 80 % der Fortune-500-Unternehmen
  • Azure AI Foundry, über das Firmen eigene KI-Anwendungen auf Basis der OpenAI-Technologie entwickeln können

Diese Kombination aus Infrastruktur, Software und exklusiven Rechten verschafft Microsoft eine starke Position im Wettbewerb um Unternehmens-KI-Lösungen.

Bewertung und Großinvestoren

Mit einem Kurs von 483,62 US‑Dollar liegt die Aktie aktuell nur knapp unter ihrem 52‑Wochen-Hoch und handelt auf einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 34. Das bewegt sich in der Nähe des historischen Durchschnitts und gilt an der Wall Street als vertretbares Niveau für einen Tech-Giganten mit zweistelligen Wachstumsraten.

Der Konsens der Analysten sieht das Kursziel bei rund 631 US‑Dollar – das entspräche einem potenziellen Aufwärtsspielraum von etwa 30 %. Rückenwind kommt auch von institutionellen Investoren, die ihre Engagements zuletzt ausgebaut haben:

  • Peter Thiel stieg mit rund 25 Mio. US‑Dollar ein und machte Microsoft zu seiner zweitgrößten Position.
  • Der Hedgefonds Third Point von Dan Loeb mehr als verdoppelte seine Beteiligung; die Aktie macht nun 6,9 % des Portfolios aus.
  • Tiger Global um Chase Coleman hält Microsoft als größte Position mit einer Gewichtung von 10,5 %.
  • Branchenriese Vanguard besitzt über 705 Mio. Aktien mit einem Volumen von mehr als 350 Mrd. US‑Dollar.

Die hohe und zum Teil weiter steigende institutionelle Beteiligung signalisiert Vertrauen in die mittel- bis langfristigen Perspektiven.

Copilot als möglicher Kurstreiber 2026

Im Mittelpunkt des Jahres 2026 steht nun die Frage, wie erfolgreich Microsoft die KI-Assistenten der Copilot-Familie monetarisieren kann. Das Potenzial ist enorm:

  • Über 400 Mio. bezahlte Microsoft-365-Sitze
  • 1,6 Mrd. aktive Windows-Geräte weltweit

Diese Basis bietet einen direkten Kanal, um KI-Funktionen in Unternehmen und an Endkunden auszurollen. Gelingt es, Copilot breit in die Arbeitsabläufe von Firmen und in den Alltag von Nutzern zu integrieren, könnte das die aktuelle Bewertung stützen und weiteren Spielraum nach oben eröffnen.

Hinzu kommt das stabile Geschäftsmodell: Mehr als 70 % der Umsätze stammen aus wiederkehrenden Erlösen, vor allem aus Abos und Cloud-Verträgen. Das sorgt für Planbarkeit, während die KI-Initiativen zusätzliche Wachstumschancen eröffnen.

Der nächste wichtige Prüfstein steht bereits fest: Am 28. Januar 2026 legt Microsoft die nächsten Quartalszahlen vor. Dann dürfte der Markt ein besonders genaues Auge auf die Fortschritte bei Copilot-Nutzung und Azure-Dynamik werfen – und damit auf die entscheidenden Indikatoren für das weitere Aktienpotenzial im neuen Jahr.

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