Microsoft Aktie: Nscale-Option abgelehnt?
Microsoft steigerte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 den Umsatz um 19 Prozent; Azure wuchs um 48 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Roth Capital empfiehlt Microsoft zum Kauf
- Quartalsumsatz steigt auf 92,3 Milliarden Dollar
- Azure-Umsatz wächst um 48 Prozent
- Microsoft verzichtet auf Texas-Erweiterungsoption
Roth Capital hat die Beobachtung von Microsoft gestern Medienberichten zufolge mit einer Kaufempfehlung aufgenommen. Die Aktie sank am Freitag um 0,3% auf 476,30 €.
Kräftiges Wachstum im Cloudgeschäft
Microsoft hatte am 28. Oktober für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 92,3 Milliarden $ gemeldet. Das entsprach nach Unternehmensangaben einem Wachstum von 19%. Das Quartal endete am 30. September.
Der Umsatz von Azure legte um 48% zu. Für Microsoft Cloud meldete das Unternehmen einen Umsatz von 63,9 Milliarden $, ein Plus von 30%.
Der verwässerte Gewinn je Aktie betrug nach den Rechnungslegungsvorschriften GAAP 4,92 $. Auf bereinigter Basis wies Microsoft 4,89 $ aus.
Am Montag kündigten Microsoft und Lumen Technologies außerdem eine erweiterte Zusammenarbeit an. Beide Unternehmen wollen gemeinsam KI-fähige Unternehmensnetze vermarkten und prüfen, weitere Funktionen von Lumen über Azure und den Microsoft Marketplace anzubieten.
Finanzierung und Rechenzentrumsverträge
Am 29. Oktober legte Microsoft die Konditionen für ein Angebot vorrangiger unbesicherter Schuldverschreibungen über 25 Milliarden $ fest. Es umfasst variabel und fest verzinste Tranchen. Laut dem von Microsoft eingereichten Prospekt sollen die Erlöse allgemeinen Unternehmenszwecken dienen.
Bei einem Rechenzentrumsabkommen in Texas verzichtet Microsoft dagegen auf eine Erweiterungsoption. Reuters berichtete am Donnerstag, das Unternehmen werde eine Option nicht ausüben, mit der sich die bestehende Vereinbarung mit Nscale mehr als verdoppeln ließe.
Die Entscheidung fiel laut Reuters bereits mehrere Monate zuvor und berührt den bestehenden Vertrag nicht. Aus Nscales Börsengangunterlagen gehen dem Bericht zufolge Microsoft-Leistungsvereinbarungen im Wert von bis zu etwa 43,8 Milliarden $ bis Dezember 2033 hervor. Optionale Verlängerungen sind darin nicht enthalten.
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