Microsoft hält trotz einer Pentagon-Warnung an der Integration von Anthropics KI-Modellen fest. Das US-Verteidigungsministerium stufte den KI-Entwickler kürzlich als Lieferkettenrisiko ein – doch der Tech-Konzern lässt sich davon nicht beirren. Die Claude-Chatbots bleiben für Unternehmenskunden verfügbar, nur das Militär muss verzichten.
Rechtliche Prüfung gibt grünes Licht
Nach einer Bewertung durch die Rechtsabteilung kam Microsoft zu dem Schluss, dass Anthropic-Produkte für zivile Kunden unbedenklich bleiben. Die Integration läuft weiter über Microsoft 365, GitHub und die AI Foundry. Lediglich für das Verteidigungsministerium gelten strikte Nutzungsverbote – eine direkte Folge der Anweisung von Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Die Entscheidung zeigt, wie wichtig der Multi-Modell-Ansatz für Microsofts KI-Strategie ist. Entwickler und Firmenkunden sollen Zugriff auf verschiedene Sprachmodelle behalten, um flexibel zu bleiben.
Bedrohungslage verschärft sich
Parallel warnt Microsoft selbst vor den Schattenseiten der KI-Revolution. Ein am 7. März veröffentlichter Threat-Intelligence-Bericht zeigt: Kriminelle und staatlich unterstützte Hackergruppen nutzen generative KI zunehmend für Phishing-Kampagnen, Übersetzungen und zum Debugging von Schadsoftware. Die Modelle senken die technischen Hürden für komplexe Cyberangriffe erheblich – ein Warnsignal für Unternehmen.
Gleichzeitig treibt Microsoft die kommerzielle Expansion voran. Eine neue Partnerschaft mit Chiles staatlichem Bergbaukonzern Codelco soll Automatisierung und Datenanalyse in der Schwerindustrie voranbringen. Zudem forscht das Unternehmen an der Verbindung von Quantencomputing und KI, um Materialwissenschaft und Chemieforschung zu beschleunigen.
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Cloud-Geschäft treibt Wachstum
Die Infrastruktur-Offensive zahlt sich aus. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Microsoft einen Umsatz von 81,27 Milliarden Dollar – ein Plus von 16,7 Prozent. Der Gewinn je Aktie kletterte um 24 Prozent auf 4,14 Dollar. Haupttreiber war Azure: Die Cloud-Sparte legte um 39 Prozent zu, die Microsoft Cloud überschritt erstmals die 50-Milliarden-Dollar-Marke.
Besonders bemerkenswert: Die verbleibenden Vertragsverpflichtungen sprangen um 110 Prozent auf 625 Milliarden Dollar. Das deutet auf eine hohe Nachfragesicherheit über mehrere Jahre hin. Microsoft investiert über 100 Milliarden Dollar in Prozessoren und Rechenzentren – ein Kraftakt, der an den Märkten genau beobachtet wird.
Die Aktie notiert bei einer Marktkapitalisierung von 3,04 Billionen Dollar und einem KGV von 25,58. Institutionelle Investoren zeigen weiter Vertrauen: China Universal Asset Management stockte seine Position um 3,6 Prozent auf und machte Microsoft zu seiner zweitgrößten Beteiligung.
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