Microsoft Aktie: Starbucks ersetzt Software
Starbucks entwickelt KI-gestützte Eigenlösungen und streicht Microsoft- und IBM-Verträge. Analysten sehen Microsoft dennoch weiter im Aufwind.

Kurz zusammengefasst
- Kaffeeriese ersetzt Microsoft und IBM
- Eigene KI-Lösungen für Bestandsmanagement
- Sparprogramm von zwei Milliarden Dollar
- Microsoft-Aktie vorbörslich im Minus
Starbucks brüht sich seine Software künftig selbst. Der Kaffeegigant nutzt künstliche Intelligenz, um externe Programme von Microsoft und IBM zu ersetzen. Die Nachricht schickte beide Tech-Werte vorbörslich ins Minus. Microsoft verlor mehr als ein Prozent. Bei IBM ging es sogar über vier Prozent abwärts.
Kampf den Kosten
Starbucks entwickelt eigene Alternativen für das Bestandsmanagement von Microsoft. Auch die Wartungssoftware von IBM steht auf der Streichliste. Die ersten neuen Anwendungen könnten bereits Ende nächsten Jahres laufen.
Das Ziel: harte Einsparungen. Starbucks gibt jährlich rund 400 Millionen US-Dollar für Software aus. Der Konzern prüft aktuell jeden Technologievertrag. Das Vorhaben ist Teil eines massiven Sparprogramms über zwei Milliarden US-Dollar.
Gefahr für Software-Riesen
Der Vorstoß weckt tiefergehende Sorgen an der Börse. Generative KI-Werkzeuge machen es für große Unternehmen zunehmend einfacher. Sie können etablierte Anbieter schlicht umgehen. Mit eigenen KI-Lösungen reduzieren Kunden ihre Abhängigkeit spürbar. Das könnte die Nachfrage im gesamten Sektor für Unternehmenssoftware belasten.
Wall Street bleibt optimistisch
Trotz des Dämpfers halten Analysten an Microsoft fest. Die Aktie behält ihr klares Kaufsignal. Der Konsens sieht auf Sicht von zwölf Monaten ein Kurspotenzial von rund 47 Prozent. IBM erhält immerhin noch eine moderate Kaufempfehlung.
Am 29. Juli 2026 öffnet Microsoft die Bücher für das vierte Geschäftsquartal. Analysten erwarten einen Gewinn von 4,24 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll bei 87,61 Milliarden US-Dollar liegen.
Tech-Werte unter Druck
Der Kursrutsch bei Microsoft und IBM traf auf ein gemischtes Marktumfeld. Der S&P 500 gab leicht um 0,28 Prozent nach. Der Nasdaq verbuchte hingegen ein schmales Plus von 0,2 Prozent. Anleger schichten aktuell Kapital aus etablierten Technologie-Giganten um.
Der anstehende Quartalsbericht Ende Juli liefert einen konkreten Härtetest. Dann muss Microsoft zeigen, ob das Cloud- und Produktivitätsgeschäft gegen diesen Trend zum KI-Eigenbau immun bleibt. Hält das Wachstum der Azure-Plattform an, dürfte der Starbucks-Schritt den Konzern kaum belasten.
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