Microsoft Aktie: TD Cowen hebt Kursziel auf 625 Dollar
Beide Analysehäuser hoben ihre Microsoft-Kursziele an; zugleich plant der Konzern den Ausbau eigener KI-Chips ab 2027.

Kurz zusammengefasst
- TD Cowen setzt Ziel auf 625 Dollar
- Jefferies hebt Kursziel auf 650 Dollar
- Maia-Ausbau ab 2027 angekündigt
- Microsoft blockiert über 100.000 Domains
Am heutigen Donnerstag erfährt der US-Technologiekonzern Microsoft frischen Zuspruch von der Wall Street. Das Analysehaus TD Cowen hob das Kursziel für die Aktie von $540 auf $625 an und bestätigte die Einstufung mit „Buy“.
Die Experten begründeten diesen Schritt mit historisch starken Drittanbieterdaten zur Cloud-Plattform Azure, einem vollen Quartalsbeitrag von Fairwater sowie dem erwarteten Wachstum von OpenAI. An den europäischen Handelsplätzen gibt das Papier heute dennoch leicht um 1,1 Prozent auf 472,80 Euro nach, womit es vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch notiert.
Die positive Beurteilung durch TD Cowen stützt sich maßgeblich auf die Dynamik im Infrastrukturgeschäft. Auch das Analysehaus Jefferies passte seine Bewertung heute nach oben an und setzte das Kursziel von $575 auf $650 herauf, wie Reuters berichtete. Das Vertrauen der Analysten spiegelt die anhaltend hohe Nachfrage nach Rechenkapazitäten wider, die Microsoft für Geschäftskunden und KI-Anwendungen bereitstellt.
Eigene Chip-Architektur soll Ausbau sichern
Hinter den optimistischen Schätzungen steht eine gezielte Erweiterung der konzerneigenen Rechenzentren. Am Montag kündigte Microsoft an, die Bereitstellung des hauseigenen KI-Beschleunigers Azure Maia ab 2027 in den Multi-Gigawatt-Bereich zu skalieren. Während der Prozessor Maia 200 bereits für Produktivlasten eingesetzt wird, soll die Nachfolgegeneration Maia 300 ab 2027 den regulären Betrieb aufnehmen.
Der Konzern plant, das Maia-System zum primären Inferenzsystem für die eigenen Produkte und Dienste zu machen. Durch die Entwicklung maßgeschneiderter Halbleiter will Microsoft die Abhängigkeit von externen Chipherstellern verringern und die Effizienz bei der Verarbeitung komplexer Algorithmen steigern.
Cyberabwehr und Sicherheitsdebatten im Fokus
Neben den hardwareseitigen Investitionen treibt der Softwarekonzern auch Abwehrmaßnahmen im Netz voran. Gemeinsam mit Health-ISAC sowie Behörden und Industriepartnern ging Microsoft gegen die Infrastruktur von Cyberkriminellen vor. Nach Erwirkung eines Gerichtsbeschlusses zur Beschlagnahme und Umleitung relevanter Domains deaktivierte das Unternehmen mehr als 20.000 verknüpfte Konten und blockierte über 100.000 Domains.
Parallel dazu mahnte President Brad Smith strengere Leitplanken für die Branche an. Die Leistungsfähigkeit von KI-Systemen habe sich rascher entwickelt als die begleitenden Schutzmechanismen, weshalb neue Gesetze und Sicherheitsregeln für künstliche Intelligenz erforderlich seien.
Für Anleger richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die anstehenden Geschäftszahlen. Microsoft wird die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 am 28. Oktober 2026 veröffentlichen.
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