Trotz Rekordgewinnen und übertroffenen Erwartungen steht die Microsoft-Aktie massiv unter Druck. Der Grund für den jüngsten Kursrutsch liegt nicht auf der Einnahmenseite, sondern in den explodierenden Kosten für die künstliche Intelligenz. Anleger hinterfragen zunehmend, wann sich die gigantischen Investitionen in Rechenzentren tatsächlich auszahlen werden, während der Konzern versucht, Kapazitätsengpässe zu bewältigen.
Rekordgewinne treffen auf Kostenexplosion
Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen erlebte das Papier den schärfsten Tagesverlust seit der Pandemie und verlor auf Wochensicht über 10 Prozent an Wert. Auslöser der Skepsis sind die massiven Investitionsausgaben (Capex). Im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal stiegen diese um 66 Prozent auf den Rekordwert von 37,5 Milliarden US-Dollar, primär getrieben durch den Ausbau der KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Das Management verteidigt die Ausgaben als notwendig, um die Nachfrage zu bedienen, doch am Markt wächst die Sorge bezüglich der Rentabilität (ROI) dieser enormen Summen.
Dabei geraten die eigentlich starken operativen Kennzahlen fast in den Hintergrund. Der Umsatz kletterte um 17 Prozent, der Nettogewinn sprang sogar um 60 Prozent nach oben. Doch ein Detail in der Cloud-Sparte Azure sorgt für Unruhe: Das Wachstum verlangsamte sich leicht von 40 auf 39 Prozent. Diese Abschwächung, kombiniert mit Kapazitätsengpässen, nährt die Befürchtung, dass das Cloud-Wachstum kurzzeitig stagnieren könnte, genau während die Kosten weiter steigen.
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Das sagen die Analysten
Die Finanzwelt reagierte prompt auf den Bericht. Institute wie Barclays und die DZ Bank senkten ihre Kursziele zwar leicht auf 600 beziehungsweise 620 US-Dollar, bestätigten aber ihre Kaufempfehlungen. Sie werten den Rücksetzer primär als Reaktion auf kurzfristigen Margendruck durch die hohen Investitionen und nicht als strukturelles Problem des Geschäftsmodells.
Strategisch untermauert Microsoft seine Ambitionen durch einen neuen 750-Millionen-Dollar-Deal mit dem KI-Startup Perplexity, um die Azure-Infrastruktur tiefer im KI-Ökosystem zu verankern.
Die Quartalszahlen im Überblick
- Umsatz: 81,3 Mrd. USD (+17 % zum Vorjahr)
- Nettogewinn: 38,5 Mrd. USD (+60 % zum Vorjahr)
- Gewinn je Aktie (EPS): 5,16 USD (Erwartungen deutlich übertroffen)
- Investitionsausgaben (Capex): 37,5 Mrd. USD (Rekordhoch)
- Azure-Wachstum: +39 % (währungsbereinigt)
Für die weitere Kursentwicklung bleibt die Effizienz der Kapitalallokation entscheidend. Da mittlerweile fast die Hälfte des kommerziellen Auftragsbestands von 625 Milliarden US-Dollar mit OpenAI verknüpft ist, hängt die Bewertung der Aktie untrennbar am langfristigen Erfolg der KI-Strategie und der Fähigkeit Microsofts, die neuen Kapazitäten profitabel auszulasten.
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