Microsoft Aktie: UBS und Citigroup heben Kursziele an
Der Kurs gab nach, doch UBS und Citigroup erhöhten ihre Ziele; Microsofts Quartalszahlen erscheinen am 28. Oktober.

Kurz zusammengefasst
- Microsoft-Aktie verlor 2,1 Prozent
- UBS hob Kursziel auf 675 Dollar
- Citigroup erhöhte Zielmarke auf 636 Dollar
- Quartalszahlen folgen am 28. Oktober
Im Sog eines breiten Kursrutsches bei Technologie- und KI-Werten gab die Microsoft-Aktie gestern um 2,1 Prozent auf 470,75 Euro nach. Auslöser für die sektorweiten Abgaben an der Wall Street waren wachsende Zweifel der Marktteilnehmer an der Dauerhaftigkeit der massiven Ausgaben für den Ausbau von Künstlicher Intelligenz.
Wie Reuters und Associated Press berichteten, wuchsen am Markt die Sorgen darüber, wie lange die Konzerne ihre hohen Investitionssummen aufrechterhalten können, während anhaltende Schuldenbedenken rund um den Rechenzentrumsbetreiber CoreWeave die Verunsicherung zusätzlich verstärkten.
Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert das Papier des Softwarekonzerns mit einem Abschlag von lediglich 4,4 Prozent weiterhin in Reichweite seines 52-Wochen-Hochs von 492,40 Euro.
Wall Street hebt Kursziele vor den Zahlen an
Ungeachtet der allgemeinen Sektorschwäche zeigten sich Analysehäuser für die Geschäftsentwicklung des Konzerns optimistisch. Vor dem Hintergrund der anstehenden Quartalsberichterstattung passten gleich mehrere Institute ihre Bewertungen nach oben an.
Am 15. Oktober hob die Schweizer Großbank UBS ihr Kursziel für Microsoft deutlich von 525 $ auf 675 $ an und bestätigte ihre Kaufempfehlung. Am selben Tag zog die Citigroup nach: Die Analysten schraubten ihre Zielmarke von 600 $ auf 636 $ herauf und bekräftigten ebenfalls ihre Einstufung mit „Buy“.
Beide Häuser sehen die langfristige Nachfrage nach den Cloud- und Softwareprodukten des Unternehmens intakt, auch wenn die Investitionen in die Infrastruktur die Margen kurzfristig belasten.
Strategische Initiativen und behördliche Prüfung
Neben der allgemeinen Branchenentwicklung standen bei Microsoft zuletzt die technologische Unabhängigkeit und regulatorische Themen im Fokus. Der Konzern treibt die Entwicklung eigener KI-Prozessoren voran: Der Chip Azure Maia 200 befindet sich in der Produktion, während die Nachfolgegeneration Maia 300 für das Jahr 2027 angekündigt ist.
Ab 2027 plant Microsoft den Einsatz dieser Systeme im Multi-Gigawatt-Bereich, um die Maia-Plattform zum primären Inferenzsystem für konzerneigene Dienste auszubauen.
Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck im europäischen Raum. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA schlug vor, Microsoft im Bereich der Unternehmenssoftware als Unternehmen mit strategischem Marktstatus einzustufen.
Eine solche Einstufung könnte künftig den Weg für eine genauere Untersuchung von Produktbündelungen, der KI-Assistenten-Familie Copilot und Lizenzbedingungen ebnen. Das Unternehmen wies die Sichtweise der Behörde zurück. Die Konsultation zu diesem Verfahren läuft noch bis zum 13. November 2026.
Führungsebene veräußert Aktien über Handelsplan
Auf der Führungsebene kam es unterdessen zu einer planmäßigen Transaktion. Wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, veräußerte Finanzchefin Amy Hood am 13. Oktober insgesamt 7.305 Microsoft-Aktien.
Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans gemäß Rule 10b5-1, der bereits am 10. Juni 2026 beschlossen worden war. Solche Pläne dienen dazu, Transaktionen von Führungskräften unabhängig von internen Kenntnissen über feste Fristen und Kriterien automatisch ausführen zu lassen.
Klarheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf und die Dynamik im KI-Segment erhalten Anleger in Kürze. Am 28. Oktober 2026 wird Microsoft nach US-Börsenschluss die Geschäftszahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorlegen.
Stand heute, 17. Oktober: Microsoft – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Microsoft investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 17. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.