Microsoft Aktie: US-Arbeitsministerium friert Arbeitsbescheinigungen ein
Betrugsvorwürfe führen zum vorläufigen Stopp von Microsofts Arbeitsbescheinigungen; Sicherheitsupdates und neue Windows-Funktionen ergänzen die Unternehmensmeldungen.

Kurz zusammengefasst
- US-Ministerium friert Bescheinigungsverfahren vorläufig ein
- Microsoft-Aktie verliert im Handel 1,5 Prozent
- Exchange-Server-Schwachstelle mit Updates abgesichert
- Quartalszahlen für den 28. Oktober angekündigt
Das US-Arbeitsministerium hat gestern das Verfahren für dauerhafte Arbeitsbescheinigungen für Microsoft vorerst eingefroren. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters begründete die Behörde den Schritt mit Betrugsvorwürfen.
Die Maßnahme betrifft sowohl neu eingereichte als auch bereits anhängige Anträge, die für den Erhalt von dauerhaften Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte genutzt werden.
Neben Microsoft sind auch mehrere weitere Technologiekonzerne von dem behördlichen Schritt betroffen. An den Börsen reagierten Anleger vorsichtig: Im gestrigen Handel sank die Aktie um 1,5 Prozent auf einen Schlusskurs von 466,15 Euro.
Die Entscheidung Washingtons greift in einen sensiblen Bereich der Personalplanung ein. Über das betroffene Zertifizierungsverfahren sichern sich Technologiekonzerne in den USA hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland.
Das Einfrieren dieses Weges könnte die langfristige Bindung internationaler Spezialisten erschweren. Für den Konzern bedeutet die behördliche Überprüfung zusätzlichen administrativen Aufwand in einer Phase, in der die technologische Entwicklung mit hohem Tempo vorangetrieben wird.
Sicherheitslücke bei Serverdiensten geschlossen
Parallel zu den behördlichen Belastungen bewältigte der Konzern zuletzt technische Aufgaben im Softwarebereich. Am 2. Oktober informierte Microsoft über eine Schwachstelle im Exchange Server, die unter der Kennung CVE-2026-96940 registriert ist.
Der Fehler hätte es authentifizierten Angreifern ermöglichen können, auf die Postfächer anderer Nutzer zuzugreifen. Zur Absicherung stellte das Unternehmen außerplanmäßige Sicherheitsaktualisierungen bereit. Für den cloudbasierten Dienst Exchange Online wurde nach Unternehmensangaben eine serverseitige Fehlerbehebung implementiert.
Zahlen für das erste Quartal angekündigt
Investoren richten ihren Blick bereits auf die kommenden Finanzdaten. Microsoft hat angekündigt, die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 am 28. Oktober 2026 nach Börsenschluss vorzulegen.
Für 14:30 Uhr pazifischer Zeit ist zudem ein Webcast zur Erläuterung der Quartalszahlen angesetzt. Die Bilanzvorlage wird am Markt mit Spannung erwartet, da sie Aufschluss über die aktuelle operative Dynamik im Cloud- und Softwaregeschäft geben wird.
Produktseitig hatte der Konzern am Mittwoch Neuerungen für das Betriebssystem Windows vorgestellt. Die unter dem Namen „Hybrid Intelligence“ präsentierten Funktionen ermöglichen es dem Assistenten Copilot, lokalen PC-Kontext einzubeziehen und eigenständig Aktionen auszuführen.
Zudem führte das Unternehmen Kontrollstrukturen für KI-Agenten sowie neue Funktionen direkt auf Endgeräten ein. Ergänzend kündigte Microsoft neue Hardware an, darunter das Surface Laptop Ultra, das ab dem 16. Oktober verfügbar sein soll.
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