MicroStrategy Aktie: Der Bitcoin-König patzt

MicroStrategy macht erneut Schlagzeilen – aber nicht unbedingt die guten. Während der Software-Konzern weiterhin Milliarden in Bitcoin pumpt und sich als größter institutioneller Krypto-Investor aufspielt, bröckelt die Aktie. Was steckt hinter dem paradoxen Szenario, dass mehr Bitcoin-Käufe nicht automatisch zu steigenden Kursen führen?
Nächster Milliarden-Deal abgewickelt
Das Unternehmen hat erneut zugeschlagen: 525 weitere Bitcoin für rund 60 Millionen Dollar – zu einem Durchschnittspreis von 114.562 Dollar pro Coin. Damit besitzt MicroStrategy nun kolossale 638.985 Bitcoin im Wert von über 73 Milliarden Dollar. Es ist bereits der 28. Zukauf seit Beginn der Bitcoin-Strategie im August 2020.
Firmenchef Michael Saylor lässt sich davon nicht beirren und tingelt durch Washington, um für den „BITCOIN Act“ zu werben. Die Idee: Die US-Regierung soll ebenfalls Bitcoin als Reservewährung einsetzen.
Das Dilemma wird größer
Doch die Rechnung geht nicht mehr auf wie früher. MicroStrategy kämpft mit einem fundamentalen Problem:
- Schwindender Aufschlag: Die Aktie handelt nicht mehr mit dem gewohnten Premium zu den Bitcoin-Beständen
- ETF-Konkurrenz: Spot-Bitcoin-ETFs bieten Anlegern mittlerweile direkteren Zugang zur Kryptowährung
- Bewertungsrätsel: Analysten diskutieren heftig, ob die Papiere unter- oder bereits überbewertet sind
Strategisches Risiko oder visionärer Coup?
Die aggressive Bitcoin-Strategie macht MicroStrategy zu einem reinen Krypto-Play – mit allen Chancen und Risiken. Während die Käufe als Vertrauenssignal für den gesamten Krypto-Sektor gelten, wächst die Sorge vor einer zu einseitigen Wette. Die Aktie ist längst nicht mehr nur ein Software-Investment, sondern ein hochkonzentriertes Bitcoin-Derivat geworden.
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