Microvision Aktie: 1-zu-15-Split im August 2026
Microvision führt einen Reverse Split durch, um die Nasdaq-Notierung zu sichern und den Aktienkurs über die Mindestgrenze zu heben.

Kurz zusammengefasst
- Reverse Split im Verhältnis 1:15
- Sicherung des Nasdaq-Listings
- Übernahme von Luminar- und Scantinel-Assets
- Aktienkurs seit Jahresbeginn um 65% gefallen
Microvision kämpft gegen den drohenden Rausschmiss von der Technologiebörse Nasdaq. Der Spezialist für LiDAR-Sensoren greift zu einer drastischen Maßnahme, um den verfallenden Aktienkurs künstlich zu stützen. Das Board of Directors hat eine massive Aktienzusammenlegung beschlossen.
Aktienzusammenlegung im August
Der geplante Reverse Split erfolgt im Verhältnis 1 zu 15. Die Aktionäre gaben dafür bereits auf der Hauptversammlung am 10. Juli grünes Licht. Durch diesen Schritt wandelt das Unternehmen jeweils 15 bestehende Anteile automatisch in eine neue Aktie um. Parallel dazu sinkt die Zahl der autorisierten Stammaktien von 510 Millionen auf 150 Millionen Stück.
Bruchteile von Aktien werden dabei aufgerundet. Die Umstellung soll im August 2026 in Kraft treten. Kurz darauf startet der Handel der bereinigten Papiere an der Nasdaq.
Nasdaq-Listing in Gefahr
Das Hauptziel der Konsolidierung ist die Einhaltung der Börsenregeln. Die Nasdaq fordert einen Mindestkurs von einem US-Dollar für ein dauerhaftes Listing. Zuletzt notierte das Papier bei nur 0,2618 Euro. CEO Glen DeVos bezeichnet den Split als notwendige taktische Maßnahme. Diese sichere den Börsenplatz und erlaube es dem Management, sich wieder auf die kommerzielle Strategie zu konzentrieren.
Das Unternehmen hat sein Geschäft zuletzt personell und technologisch neu aufgestellt. Im ersten Quartal 2026 übernahm Microvision verschiedene Assets von Luminar Technologies und Scantinel Photonics. Diese Zukäufe erweiterten das Produktportfolio um spezielle Weitbereichssensoren für die Automobil- und Industriebranche. Seit Juli leitet zudem James Byun als neuer Chief Commercial Officer den weltweiten Vertrieb.
Vertrauen muss erst folgen
Die Skepsis am Markt bleibt trotz der operativen Zukäufe hoch. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie fast 65 Prozent an Wert. Der Reverse Split korrigiert zwar den optischen Preis, ändert aber nichts an der fundamentalen Bewertung.
Für eine nachhaltige Erholung muss Microvision nun beweisen, dass die neuen Technologien in echte Aufträge münden. Anleger achten in den nächsten Monaten besonders auf neue Partnerschaften im Verteidigungssektor und in der Industrie. Der nächste Quartalsbericht wird zeigen, wie stark die Integration der zugekauften Assets die Kostenstruktur belastet.
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