Microvision Aktie: 9-Prozent-Sturz auf 0,2065 Euro
Microvision führt einen 1-zu-15-Aktiensplit durch, um die Notierung an der Nasdaq zu sichern. Der Kurs fällt auf ein neues Rekordtief.

Kurz zusammengefasst
- Aktiensplit im Verhältnis 1:15 beschlossen
- Kurs stürzt auf neues 52-Wochen-Tief
- Anlegervertrauen schwindet zusehends
- Fokus auf Lidar-Sensoren für Autos
Microvision kämpft gegen den Rauswurf aus der Nasdaq. Wenige Tage vor einer drastischen Kapitalmaßnahme stürzt der Kurs auf ein neues Rekordtief. Das Vertrauen der Anleger schwindet zusehends.
Die 1-zu-15-Zusammenlegung kommt
Der Verwaltungsrat hat die finale Quote für den Aktiensplit festgelegt. Das Management konsolidiert die Papiere im Verhältnis 1 zu 15. So soll der Börsenpreis künstlich über die wichtige Marke von einem US-Dollar steigen. Nur so erfüllt das Unternehmen die Mindestanforderungen für den Verbleib am Nasdaq Capital Market.
Parallel dazu sinkt die Zahl der autorisierten Stammaktien deutlich. Von bisher 510 Millionen sinkt das Volumen auf 150 Millionen Stück. CEO Glen DeVos sieht darin einen notwendigen Schritt, um die finanzielle Flexibilität zu sichern. Das Unternehmen will sich künftig stärker auf Lidar-Sensoren für die Automobilbranche konzentrieren.
Historischer Ausverkauf am Markt
Die Börse straft die Pläne bisher gnadenlos ab. Am Montag brach die Aktie um über neun Prozent auf 0,2065 Euro ein. Damit notiert der Titel so tief wie nie zuvor in den letzten 52 Wochen. Seit dem vergangenen Sommer hat das Papier mehr als 80 Prozent an Wert verloren.
Technische Indikatoren verdeutlichen die kritische Lage. Mit einem Relative-Stärke-Index von 31 nähert sich die Aktie dem extrem überverkauften Bereich. Der Abstand zum gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage beträgt mittlerweile mehr als 66 Prozent.
Der Aktiensplit wird zum 1. August 2026 wirksam. Ab diesem Tag handelt das Papier auf der neuen, bereinigten Basis am Markt. Entscheidend für eine dauerhafte Erholung ist nun der Abschluss neuer Lieferverträge in der Industrie, um die Bewertung im Bereich der optischen Sensorik zu rechtfertigen.
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