Microvision Aktie: Nasdaq-Delisting abgewendet

MicroVision beendet das Nasdaq-Verfahren, nimmt 15,6 Millionen US-Dollar ein und meldet IRIS-Aufträge vor dem HALO-Übergang ab 2027.

Andreas Sommer ·

Kurz zusammengefasst

  • Nasdaq-Verfahren zum Mindestkurs beendet
  • 6,8 Millionen Aktien platziert
  • Nettoerlös von 15,6 Millionen US-Dollar
  • IRIS-Bestellungen aus Europa und Nordamerika

MicroVision hat eine wesentliche regulatorische Hürde genommen und den Fortbestand seiner Börsennotierung an der Nasdaq gesichert. Das Unternehmen erfüllt wieder die Anforderungen für den Verbleib im Aktienindex, nachdem es über Monate hinweg unter der kritischen Mindestkurs-Marke notiert hatte. Damit endet ein Verfahren, das bereits zu Beginn des Jahres eingeleitet worden war und die Marktpräsenz des Spezialisten für Lidar-Technologien zeitweise infrage gestellt hatte.

Rückkehr zu Mindestkurs-Anforderungen

Medienberichten zufolge hat die Nasdaq-Abteilung für Börsennotierungen MicroVision am vergangenen Montag offiziell mitgeteilt, dass die Angelegenheit bezüglich des Mindestgebotspreises von einem US-Dollar abgeschlossen ist.

Die regulatorischen Anforderungen wurden bereits am 26. August erfüllt, nachdem der Aktienkurs über den geforderten Zeitraum stabil geblieben war. Das Unternehmen war ursprünglich am 12. Januar über die Nichteinhaltung der Listing-Regel 5550(a)(2) informiert worden.

Die Nachricht über die wiedergewonnene Compliance bietet eine Atempause in einem für Anleger schwierigen Marktumfeld. Erst am 21. August hatte das Papier mit 1,65 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Dass die regulatorischen Zweifel nun ausgeräumt sind, gilt als Voraussetzung für die weitere Umsetzung der Unternehmensstrategie und die Akzeptanz bei institutionellen Investoren.

Kapitalbeschaffung und operative Fortschritte

Parallel zur Stabilisierung an der Börse hat MicroVision seine Liquiditätsposition gestärkt. Mitte August schloss das Unternehmen ein öffentliches Aktienangebot ab, das gemeinsam mit WestPark Capital durchgeführt wurde.

Im Rahmen dieser Finanzierungsmaßnahme, die am 14. August vertraglich vereinbart worden war, platzierte MicroVision 6,8 Millionen Stammaktien. Die Einheiten wurden zusammen mit einer entsprechenden Anzahl von Optionsscheinen zu einem kombinierten Preis von 2,50 US-Dollar ausgegeben.

Aus dieser Transaktion flossen dem Unternehmen Nettoerlöse in Höhe von etwa 15,6 Millionen US-Dollar zu. Die frischen Mittel kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich auch operativ neue Aufträge abzeichnen.

Das Unternehmen vermeldete am Montag der Vorwoche den Eingang von Erst- und Folgebestellungen für mehrere tausend Einheiten seines IRIS-Lidar-Sensors. Die Aufträge stammen von Kunden aus Nordamerika und Europa und adressieren Anwendungen in der Industrie sowie in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung.

Ausblick auf HALO-Migration

Trotz dieser Fortschritte spiegelt der Aktienkurs die langfristigen Herausforderungen wider. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 86 %. Am gestrigen Dienstag ging die Aktie bei 1,72 US-Dollar aus dem Handel. Die Marktbewertung bleibt damit weit hinter den Niveaus früherer Perioden zurück, während das Management versucht, die Brücke zur nächsten Produktgeneration zu schlagen.

Ein zentraler Pfeiler für die kommenden Jahre ist die erwartete Migration der Kunden auf die HALO-Plattform. Laut Unternehmensangaben wird dieser Übergang voraussichtlich Ende 2027 beginnen und sich bis in das Jahr 2028 erstrecken.

Bis zu diesem Zeitpunkt dienen die aktuellen Verkäufe der IRIS-Sensoren dazu, die Marktanteile in den Sektoren Industrie und Verteidigung zu festigen und den Technologietransfer vorzubereiten. Die Sicherung des Nasdaq-Listings und der jüngste Kapitalzufluss bilden dabei das finanzielle Fundament für diese mehrjährige Übergangsphase.

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Microvision Aktie

1,72 USD

– 0,09 USD -4,97 %
KGV
KUV 20,02
Sektor Technologie
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 38,35 Mio. USD
ISIN: US5949603048 WKN: A1JUDY

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