Microvision Aktie: Umbau belastet

Der Lidar-Spezialist Microvision verzeichnet einen massiven Umsatzrückgang und hohe Abschreibungen durch einen Standortwechsel. Für 2026 plant das Unternehmen jedoch einen deutlichen Umsatzsprung durch integrierte Zukäufe.

Dr. Robert Sasse ·
Microvision Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Massiver Umsatzrückgang auf 1,2 Millionen US-Dollar
  • Hohe Abschreibungen durch Standortverlagerung
  • Umsatzsprung auf bis zu 15 Millionen US-Dollar geplant
  • Aktienkauf durch Vorstände signalisiert Vertrauen

Microvision befindet sich in einer tiefgreifenden Übergangsphase. Während der Lidar-Spezialist seine gesamte operative Basis von Washington nach Florida verlagert, drücken hohe Abschreibungen und ein massiver Umsatzrückgang auf die Bilanz. Das Management setzt nun auf die Integration neuer Zukäufe, um im laufenden Jahr den erhofften Wachstumsschub zu realisieren.

Hohe Kosten für Standortwechsel

Der Umzug des Hauptsitzes von Redmond nach Orlando soll die Kostenstrukturen straffen und die Entwicklung zentralisieren. Dieser strategische Schritt ist jedoch mit erheblichen kurzfristigen Belastungen verbunden. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit Abschreibungen zwischen 8 und 12 Millionen US-Dollar sowie zusätzlichen Restrukturierungskosten von bis zu 2 Millionen US-Dollar.

Diese Maßnahmen folgen auf ein finanziell schwieriges Jahr 2025. Der Jahresumsatz brach von zuvor 4,7 Millionen auf lediglich 1,2 Millionen US-Dollar ein. Zudem belasteten nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf Lagerbestände und Software in Höhe von fast 30 Millionen US-Dollar das Ergebnis des vierten Quartals.

Umsatzsprung durch Zukäufe geplant

Trotz der aktuellen Zahlen blickt die Führungsebene optimistisch auf die kommenden Monate. Durch die Integration der von Luminar und Scantinel übernommenen Technologien hat Microvision sein Portfolio um Kurz- und Langstreckensensoren sowie FMCW-Technologie erweitert. Diese Zukäufe brachten dem Unternehmen rund 30 neue Kundenbeziehungen ein.

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Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen deutlichen Umsatzsprung auf 10 bis 15 Millionen US-Dollar an. Ein Signal des Vertrauens kam Mitte März direkt aus der Teppichetage: Vorstände und Direktoren erwarben Aktien im Wert von rund 310.000 US-Dollar zu einem Preis von etwa 0,53 US-Dollar pro Stück.

Am Markt herrscht dennoch Skepsis vor. Die Aktie verlor heute über neun Prozent an Wert und notiert mit 0,54 Euro nur noch knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Die Liquidität scheint mit 74,8 Millionen US-Dollar an Barmitteln und Wertpapieren vorerst gesichert, auch wenn für das laufende Jahr hohe Investitionen von bis zu 70 Millionen US-Dollar geplant sind.

Die nächsten konkreten Anhaltspunkte für den Erfolg der Neuausrichtung liefert der Quartalsbericht für das erste Quartal 2026, dessen Veröffentlichung für den 11. Mai geplant ist.

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Microvision Aktie

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– 0,02 EUR -3,08 %
KGV 0,00
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 241,45 Mio. EUR
ISIN: US5949603048 WKN: A1JUDY

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