Military Metals Aktie: Slowakei entzieht Trojarová-Lizenz

Military Metals verliert überraschend die Lizenz für sein Antimon-Gold-Projekt in der Slowakei und kündigt rechtliche Schritte an.

Andreas Sommer ·
Military Metals Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Explorationslizenz ohne Vorwarnung entzogen
  • Handel an CSE kurzzeitig ausgesetzt
  • Unternehmen kündigt Einspruch binnen 15 Tagen an
  • Trojarová ist das wertvollste Projekt im Portfolio

Am 28. Mai 2026 erreichte Military Metals Corp. ein Schreiben, das das Unternehmen nicht erwartet hatte. Das slowakische Umweltministerium entzog die Explorationslizenz für das Trojarová-Antimon-Gold-Projekt — ohne Vorwarnung, ohne Verhandlung. Binnen Minuten setzte die kanadische Börsenaufsicht CIRO den Handel aus.

Um 15:28 Uhr Eastern Time stoppte die CSE alle Transaktionen in Military Metals (CSE: MILI). Grund: „Pending News“. Am 29. Mai um 8:00 Uhr ET wurde der Handel wieder aufgenommen. In Frankfurt folgte die Freigabe am selben Tag um 14:00 Uhr MEZ.

Unternehmen kündigt Rechtsmittel an

Military Metals akzeptiert die Entscheidung nicht. Das Unternehmen prüft derzeit den Bescheid im Detail, hält ihn für unbegründet und wird alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Binnen 15 Tagen ab Zustellung muss ein Einspruch beim Umweltminister eingereicht werden — diese Frist läuft.

Die Gesellschaft erklärte, sie sei entschlossen, ihre Rechte an der Liegenschaft wiederherzustellen. Aktionäre und Öffentlichkeit würden über den Fortgang des Berufungsverfahrens informiert.

Was auf dem Spiel steht

Trojarová ist das fortgeschrittenste und kommerziell bedeutendste Asset von Military Metals. Im April 2026 legte das Unternehmen eine erste Inferred Mineral Resource vor: 6,5 Millionen Tonnen mit 1,02 Prozent Antimon und 1,06 Gramm Gold pro Tonne — das entspricht 67.000 Tonnen Antimon und 222.000 Unzen Gold.

Die Ressourcenschätzung basierte auf 53 Diamantbohrungen mit insgesamt 7.167 Metern, 55 unterirdischen Chip-Proben und einem Cut-off von 0,8 Prozent Antimon-Äquivalent. Preisannahmen: 29.000 US-Dollar pro Tonne Antimon, 3.000 US-Dollar pro Unze Gold. Unabhängiger Autor war SLR.

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Das Projekt war zudem Kern der europäischen Strategie. Military Metals hatte seine Teilnahme am EIT Raw Materials Summit in Brüssel angekündigt — eine Veranstaltung, die kritische Mineralprojekte mit Finanzierungsquellen verbindet. Die Positionierung zielte auf den EU-Plan „ReArm Europe“ ab, der lokale Produktion strategischer Rohstoffe wie Antimon fördern soll.

Restportfolio bleibt bestehen

Trotz des Rückschlags in der Slowakei hält Military Metals weitere Liegenschaften in Nordamerika und Europa. Dazu zählen das Manson-Bay-Projekt, die West-Gore-Liegenschaft, das Tiennesgrund-Antimon-Gold-Projekt sowie die Last-Chance-Liegenschaft.

West Gore umfasst vier Explorationslizenzen über 973 Hektar in Hants County, Nova Scotia. Bei Last Chance in Nevada grenzten Bodenproben eine 800 Meter lange Zone mit anomalen Antimonwerten ab — nordwestlich und südöstlich der historischen Abbaugebiete.

Aktie unter Druck

Die Aktie notierte bereits vor der Lizenzentzug-Nachricht deutlich unter Vorjahresniveau. Der letzte Schlusskurs lag bei 0,40 kanadischen Dollar — ein Minus von 20 Prozent über zwölf Monate. Relativ zum Toronto Stock Exchange 300 Composite Index betrug die Underperformance 40,47 Prozent.

Zum letzten Schlusskurs handelte die Aktie 7,86 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Die Marktkapitalisierung belief sich Anfang Mai 2026 auf rund 32,18 Millionen kanadische Dollar.

Entscheidung binnen 15 Tagen

Die 15-Tage-Frist für den Einspruch beim slowakischen Umweltminister ist die kritische Zeitlinie. Ob die Regierung den Bescheid zurücknimmt, entscheidet über das Schicksal des europäischen Flaggschiff-Assets — und über die Fähigkeit von Military Metals, sich im Rahmen des EU Critical Raw Materials Act als Lieferant strategischer Rohstoffe zu positionieren.

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Military Metals Aktie

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– 0,11 USD -37,52 %
KGV 0,00
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 23,00 Mio. USD
ISIN: CA5997841054 WKN: A40M9H

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