MiniMax Aktie: 1,2 Milliarden Dollar mit Alibaba Cloud
MiniMax steigert den Halbjahresumsatz deutlich, weitet den Alibaba-Cloud-Deal aus und meldet zugleich einen höheren bereinigten Nettoverlust.

Kurz zusammengefasst
- Aktie legt um 19 Prozent zu
- Alibaba-Cloud-Abkommen auf 1,2 Milliarden Dollar erweitert
- Halbjahresumsatz steigt auf 116,6 Millionen Dollar
- Bereinigter Nettoverlust erreicht 293 Millionen Dollar
Die Aktie von MiniMax verzeichnet am heutigen Montag einen deutlichen Kurssprung von 19 % und notiert bei 39,00 €. Damit setzt das Papier die Erholungsbewegung fort, die nach dem Erreichen des 52-Wochen-Tiefs von 20,80 € im Juli eingesetzt hat. Haupttreiber für das aktuelle Kaufinteresse ist eine massive Ausweitung der Zusammenarbeit mit Alibaba Cloud.
Medienberichten vom Freitag zufolge wurde der bestehende Vertrag mit dem Cloud-Anbieter um 220 % aufgestockt. Das neue Rahmenabkommen umfasst über eine Laufzeit von drei Jahren ein Volumen von insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar.
Die Aufstockung unterstreicht den stark steigenden Bedarf des Unternehmens an Rechenkapazitäten, die sowohl für das Training neuer Modelle als auch für die Bereitstellung von KI-Anwendungen (Inference) benötigt werden. Dieser Schritt folgt auf die Veröffentlichung des KI-Videomodells H3 vor rund einem Monat, das die Nachfrage nach Infrastrukturressourcen weiter angeheizt hat.
Dreistelliges Umsatzwachstum im ersten Halbjahr
Die Nachricht über den Cloud-Deal folgt unmittelbar auf die Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026, die MiniMax am vergangenen Mittwoch veröffentlicht hat. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 283,1 % auf 116,6 Millionen US-Dollar steigern.
Besonders dynamisch entwickelte sich dabei das Segment „Open Platform“, dessen Erlöse um 703,1 % auf 73,9 Millionen US-Dollar hochschnellten. Damit steuert dieser Bereich mittlerweile 63,4 % zum Gesamtumsatz bei.
Auch die sogenannten „AI-native“-Produkte legten deutlich zu und erreichten einen Umsatz von 42,6 Millionen US-Dollar, was einem Plus von 100,9 % entspricht. Trotz der verbesserten Bruttomarge, die von 12,1 % im Vorjahr auf nun 17,9 % stieg, weitete sich der bereinigte Nettoverlust aus. Dieser belief sich im ersten Halbjahr auf 293,0 Millionen US-Dollar nach einem Minus von 138,7 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Finanzielle Stabilität und langfristige Zusagen
Um die Expansion und die hohen Investitionen in die AI-Infrastruktur sowie die Modellforschung zu finanzieren, hat MiniMax bereits im Juli eine umfangreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen. Dabei flossen dem Unternehmen insgesamt 2 Milliarden US-Dollar zu.
Die Kapitalmaßnahme setzte sich aus einer Aktienplatzierung sowie der Begebung einer unverzinsten Wandelschuldverschreibung zusammen. Zum Stichtag am 30. Juni 2026 verfügte das Unternehmen über eine Cash-Position von 1,3228 Milliarden US-Dollar.
Flankiert wurde diese Kapitalstärkung durch weitreichende persönliche Verpflichtungen der Führungsebene. CEO Yan Junjie kündigte an, bis zum Erreichen einer künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI) vollständig auf sein Gehalt zu verzichten.
Zudem stellt er 4 % seiner persönlichen Aktienbeteiligung über einen Zeitraum von vier Jahren für Mitarbeiterprogramme zur Verfügung und widmet ein weiteres Prozent der Open-Source-Community. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die langfristige Bindung von Talenten und die Entwicklung innerhalb des Ökosystems zu fördern.
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