MiniMax Aktie: 13 Prozent Sprung auf 85 Euro

Die mögliche Index-Aufnahme treibt den MiniMax-Kurs um über 13 Prozent. Analysten erwarten Milliardenzuflüsse aus Festlandchina.

Andreas Sommer ·
MiniMax Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kurssprung von über 13 Prozent
  • Hoffnung auf Index-Aufnahme
  • Milliardenschwere Kapitalzuflüsse erwartet
  • Hohe Verluste trotz starkem Wachstum

MiniMax Group steht unmittelbar vor dem Sprung in die erste Liga des Hongkonger Aktienmarktes. Die mögliche Aufnahme in den Hang Seng Tech Index weckt enorme Erwartungen bei Investoren. Der Kurs reagiert prompt und springt am Freitag um über 13 Prozent auf 85,00 Euro nach oben.

Eine Index-Aufnahme würde den Weg in das „Stock Connect“-Programm ebnen. Damit erhielten Anleger aus Festlandchina erstmals direkten Zugriff auf die Papiere des KI-Spezialisten. Marktbeobachter rechnen in diesem Szenario mit massiven Kapitalzuflüssen.

Analysten von Bloomberg Intelligence taxieren diese sogenannten „Southbound“-Zuflüsse auf bis zu 47 Milliarden HK-Dollar. Festlandchinesische Investoren könnten perspektivisch bis zu einem Fünftel der ausstehenden Aktien halten. Bisher fehlen auf dem chinesischen Festland vergleichbare „Pure Play“-Anbieter für große KI-Modelle, was die Sonderstellung des Unternehmens unterstreicht.

Wachstum trifft auf hohe Kosten

Operativ liefert das Unternehmen derzeit eine hohe Dynamik. Der Umsatz kletterte im Geschäftsjahr 2025 um fast 159 Prozent auf rund 79 Millionen US-Dollar. Besonders auffällig ist die globale Reichweite der Anwendungen wie Hailuo AI oder Talkie: Über 70 Prozent der Erlöse stammen inzwischen aus Märkten außerhalb Chinas.

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Die schnelle Expansion hat indes ihren Preis. Hohe Rechen- und Entwicklungskosten für Modelle wie das Flaggschiff M2 belasten das Ergebnis weiterhin schwer. Zuletzt verbuchte MiniMax einen bereinigten Nettoverlust von rund 251 Millionen US-Dollar. Mit liquiden Mitteln von über einer halben Milliarde US-Dollar verfügt das Management jedoch über einen finanziellen Puffer für die weitere Skalierung.

Der Sommer der Entscheidung

Trotz der aktuellen Kursrallye rückt ein kritisches Datum für das Unternehmen näher. Im Juli endet die Haltefrist für einen Großteil der Anteile. Schätzungen zufolge könnten dann bis zu 65 Prozent des gesamten Aktienkapitals für den Handel frei werden.

Parallel dazu verschärft sich der Wettbewerb im Sektor der generativen KI. Der Konkurrent Step Star bereitet seinen Börsengang vor und hat bereits im Vorfeld umfangreiche Mittel eingesammelt. Die formelle Bestätigung der Index-Aufnahme im laufenden Quartal ist daher für die Kursstabilität essenziell, um den potenziellen Verkaufsdruck der Altaktionäre im Sommer durch neue institutionelle Käufer abzufedern.

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