MiniMax Aktie: Rekordtief bei 24,70 Euro
MiniMax-Aktie fällt auf Rekordtief von 24,70 Euro. Trotz 2 Milliarden frischem Kapital belasten Lock-Up-Ende und hohe Volatilität den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht neues Rekordtief
- Gründer verzichtet auf Gehalt
- Milliarden für KI-Infrastruktur
- Lock-up-Ende löst Verkaufswelle aus
Massive Investitionen treffen auf einen fallenden Kurs. Firmengründer Yan Junjie verzichtet vollständig auf sein Gehalt, während die Aktie auf ein Rekordtief rutscht. Das Vertrauen der Anleger scheint trotz prall gefüllter Kassen vorerst erschüttert.
Milliarden-Deal für die KI-Zukunft
MiniMax sicherte sich zuletzt rund 2 Milliarden US-Dollar frisches Kapital. Die Summe stammt aus einer Kombination von neuen Aktien und Wandelschuldverschreibungen. Das Unternehmen steckt 80 Prozent dieser Mittel direkt in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Parallel dazu setzt der Gründer ein radikales Zeichen. Junjie arbeitet ab sofort ohne Gehalt. Er knüpft seine Bezahlung an das Erreichen der künstlichen allgemeinen Intelligenz.
Außerdem überträgt der Chef vier Prozent seiner Anteile an die Belegschaft. Ein weiteres Prozent fließt in die Unterstützung der Open-Source-Gemeinschaft. Diese Schritte sollen die langfristige Motivation im Team sichern. An der Börse verpuffte diese Nachricht jedoch wirkungslos.
Druck durch Lock-up-Ende
Die Aktie fiel zum Wochenstart auf ein neues Tief von 24,70 Euro. Damit verlor das Papier massiv gegenüber dem März-Hoch von 145,00 Euro. Ein Hauptgrund für den Absturz ist das Ende einer wichtigen Haltefrist. Erstinvestoren durften nach sechs Monaten Sperrfrist erstmals ihre Anteile abstoßen. Die Folge: Ein enormes Angebot an Aktien flutete den Markt und drückte den Preis.
Inzwischen liegt die jährliche Volatilität bei extremen 160 Prozent. Innerhalb von nur 30 Tagen brach der Kurs um gut 43 Prozent ein. Mit einem Relative-Stärke-Index von 27,3 gilt das Papier technisch als überverkauft. Die Marktreaktion spiegelt vor allem die Sorge vor einer starken Verwässerung wider.
Skalierung als Prüfstein
MiniMax muss nun beweisen, dass die hohe Reichweite auch Profit bringt. Das Unternehmen zählt weltweit bereits über 300 Millionen Nutzer. Die teure Forschung an neuen Modellen belastet allerdings die Bilanz. Im Fokus steht jetzt die internationale Vermarktung der KI-Agenten.
Die fundamentale Basis ist durch die Milliarden-Spritze vorerst gesichert. In den kommenden Monaten entscheidet der Erfolg der „Harness“-Produktlinie über eine mögliche Bodenbildung. Anleger warten nun auf konkrete Umsatzdaten aus dem neuen Geschäftsbereich.
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