Moderna Aktie: FDA lässt mFlusiva zu

Moderna erhält FDA-Zulassung für mRNA-Grippeimpfstoff mFlusiva. Die Aktie steigt um 7 Prozent, während das Unternehmen seine Ausgabenziele senkt.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung eines modernen biotechnologischen Forschungslabors mit Fokus auf medizinische Innovation. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • FDA-Zulassung für Grippeimpfstoff erhalten
  • Aktie steigt um 7,07 Prozent
  • Umsatzprognose für 2026 bekräftigt
  • Norovirus-Studie verfehlt Zwischenziele

Das US-Biotech-Unternehmen Moderna hat gestern die Zulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA für seinen ersten mRNA-basierten Grippeimpfstoff mFlusiva erhalten. Das Vakzin ist für Erwachsene ab 50 Jahren konzipiert und soll laut Unternehmensangaben eine um 27 Prozent höhere Wirksamkeit gegenüber herkömmlichen Grippeschutzimpfungen aufweisen. Die Markteinführung ist bereits für die Grippesaison 2026/2027 geplant.

An der Börse löste die Nachricht heute eine deutliche Kaufwelle aus. Die Aktie von Moderna notiert aktuell bei 50,00 Euro, was einer positiven Tagesveränderung von 7,07 Prozent entspricht. Damit setzt das Papier seinen langfristigen Erholungstrend fort und weist seit Jahresanfang ein deutliches Plus von 88,25 Prozent auf.

Zulassungsprozess nach öffentlichem Widerstand

Die Entscheidung der FDA markiert den Abschluss eines ungewöhnlichen Zulassungsverfahrens. Berichten zufolge hatte ein hochrangiger Beamter der Behörde den Antrag zunächst blockiert, woraufhin Moderna die Entscheidung öffentlich anfocht. Erst nach dieser Intervention und einer einstimmigen Empfehlung eines unabhängigen Beratungsgremiums im Juni lenkte die Behörde ein.

Für Erwachsene im Alter von 50 bis 65 Jahren wurde eine reguläre Zulassung erteilt. Bei Senioren über 65 Jahren erfolgte die Genehmigung im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens. Diese ist an die Bedingung geknüpft, dass Moderna im Rahmen von Nachbeobachtungsstudien weitere Daten zur Wirksamkeit in dieser Altersgruppe vorlegt.

Quartalszahlen und gesenkte Ausgabenziele

Parallel zum Erfolg bei der Zulassung legte Moderna am 31. Juli die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Der Umsatz belief sich auf 145 Millionen US-Dollar, während der Nettoverlust pro Aktie bei 1,97 US-Dollar lag. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen des Marktes. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 bekräftigte das Management mit 2,138 Milliarden US-Dollar, was leicht über dem Analystenkonsens liegt.

Das Unternehmen arbeitet zudem an seiner Kostenstruktur. Die Prognose für die Betriebsausgaben nach GAAP wurde um 200 Millionen auf 4,7 Milliarden US-Dollar gesenkt, wobei eine einmalige Belastung aus einem Rechtsstreit in Höhe von 900 Millionen US-Dollar exkludiert ist. Eine entsprechende Vergleichszahlung von 950 Millionen US-Dollar wurde im Juli geleistet. Das Ziel für das laufende Jahr bleibt ein moderates Wachstum von bis zu 10 Prozent, wobei die Umsätze zu gleichen Teilen aus den USA und dem internationalen Geschäft stammen sollen.

Rückschläge und neue Chancen in der Pipeline

In der klinischen Entwicklung gab es am Montag jedoch auch einen Dämpfer. Eine Zwischenanalyse der Phase-III-Studie für den Norovirus-Impfstoffkandidaten mRNA-1403 ergab, dass die statistischen Kriterien für einen vorzeitigen Erfolg nicht erfüllt wurden. Moderna plant nun, eine zusätzliche Gruppe von Probanden in die Studie aufzunehmen, um die Forschung fortzusetzen.

Gestern startete das Unternehmen zudem eine Phase-1-Studie für den Prüfimpfstoff mRNA-1469, der gegen das Bundibugyo-Ebolavirus schützen soll. Die klinischen Tests werden in Kanada durchgeführt. Unterstützt wird das Projekt von der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), die bis zu 50 Millionen US-Dollar für die präklinische Forschung und die erste Studienphase zugesagt hat.

Analysten erhöhen die Kursziele

Die jüngsten Entwicklungen führten bei mehreren Analysehäusern zu Neueinstufungen. Am Montag hob die Citigroup das Kursziel für Moderna von 41 auf 60 US-Dollar an, behielt jedoch die Einstufung auf „Neutral“ bei. Bereits am 21. Juli hatte Goldman Sachs sein Kursziel von 49 auf 67 US-Dollar nach oben korrigiert, sieht die Aktie aber ebenfalls weiterhin als neutral bewertet an. Die Analysten reagieren damit auf die fortschreitende Diversifizierung des Portfolios über den reinen Covid-19-Markt hinaus.

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Moderna Aktie

148,82 EUR

– 2,00 EUR -1,33 %
KGV
KUV 28,32
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 61,50 Mrd. USD
Ø Kursziel 119,56 USD
ISIN: US60770K1079 WKN: A2N9D9

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