MOEX: Energie-Riesen knicken ein
Der russische Leitindex fällt auf Monatstief, angetrieben durch neue Sanktionen gegen die Logistik und Verluste bei Energiewerten. Defensive Titel wie Sberbank bieten begrenzten Halt.

Kurz zusammengefasst
- Neue Sanktionen treffen Logistik der Schattenflotte
- Energiewerte wie Novatek und Rosneft unter Druck
- Index fällt unter wichtige technische Unterstützung
- Sberbank profitiert als defensiver Anker
Der russische Leitindex MOEX kämpft mit massivem Gegenwind von der Sanktionsfront. Neue Maßnahmen gegen die Logistik der sogenannten „Schattenflotte“ und schwächelnde Gaspreise drückten das Barometer am Freitag auf ein neues Monatstief. Während Schwergewichte aus dem Energiesektor deutlich Federn lassen mussten, suchten Anleger händringend Zuflucht in defensiven Titeln.
Sanktionen nehmen Logistik ins Visier
Vor allem der Erdgassektor geriet zum Wochenabschluss unter Verkaufsdruck. Die Aktie von Novatek verlor fast drei Prozent, da Investoren besorgt auf die verschärfte Beobachtung der LNG-Exportinfrastruktur reagierten. Ebenso litt Rosneft unter den neuen internationalen Sanktionen, die gezielt Öltanker und Vermittler in der Lieferkette ins Visier nehmen. Diese Maßnahmen erschweren den Export und belasten die Umsatzwartungen der Energiekonzerne erheblich.
Ein schwacher Trost für den Gesamtmarkt war die Sberbank. Der Finanzriese konnte sich leicht im Plus halten, da stabile Gewinnprognosen für den Bankensektor derzeit als defensiver Anker dienen. Dennoch bleibt das heimische Umfeld schwierig: Bei einem Leitzins von 15 Prozent und einer Inflation von knapp sechs Prozent halten sich viele Marktteilnehmer mit neuen Engagements zurück. Die hohen Kreditkosten bremsen zudem die Expansionspläne vieler Unternehmen.
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Technische Marken im Fokus
Mit dem Schlusskurs von 2.725 Punkten hat der Index eine wichtige Unterstützung bei 2.740 Zählern unterboten. Marktbeobachter identifizieren nun die Marke von 2.650 Punkten als nächsten potenziellen Boden. Erst eine Rückeroberung der 2.800-Punkte-Marke könnte das aktuelle bearishe Bild aufhellen.
Die wichtigsten Kursbewegungen am Freitag:
- Novatek: -2,86 % auf 1.198,00 RUB
- Rosneft: -0,72 % auf 443,05 RUB
- Sberbank: +0,20 % auf 317,91 RUB
- Lukoil: +0,33 % auf 5.410,00 RUB
- Gazprom: +0,20 % auf 128,09 RUB
Die kommende Woche steht im Zeichen internationaler Makrodaten. Am Dienstag werden die US-Erzeugerpreise veröffentlicht, am Donnerstag folgt das chinesische BIP für das erste Quartal. Diese Kennzahlen werden die Stimmung an den Rohstoffmärkten und damit die Bewertung der rubelbasierten Exporteure direkt beeinflussen. Zudem achten Anleger auf Signale der russischen Zentralbank zur künftigen Zinspolitik.
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