Die jüngsten strategischen Wendungen bei MP Materials, dem größten Seltene-Erden-Produzenten der westlichen Hemisphäre, sorgen für Aufruhr an den Märkten. Ein Exportstopp nach China hat die Preise für seltene Erden explodieren lassen und unterstreicht die Tragweite der bahnbrechenden Deals mit dem US-Verteidigungsministerium und Apple aus dem Juli.
Dreifach-Schlag verändert alles
Der unmittelbare Marktkatalysator war der Stopp der Seltene-Erden-Exporte nach China – eine direkte Folge der strategischen Partnerschaft mit der US-Regierung vom 10. Juli 2025. Bisher lieferte MP Materials 7% bis 9% von Chinas Neodym- und Praseodym-Oxiden, essentiell für Hochleistungsmagnete. Der Wegfall dieser Lieferungen hat eine „große Lücke“ im chinesischen Markt gerissen und die NdPr-Preise seit Anfang Juli um 40% auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren katapultiert.
Hinter diesem strategischen Schwenk steht eine milliardenschwere öffentlich-private Partnerschaft mit dem Verteidigungsministerium. Das am 10. Juli verkündete Abkommen umfasst eine 400-Millionen-Dollar-Vorzugsaktienbeteiligung des DoD, wodurch die US-Regierung zum größten Aktionär aufsteigt. Entscheidend: Der Deal etabliert einen 10-Jahres-Preisboden von 110 Dollar pro Kilogramm für MP Materials‘ NdPr-Produkte.
Nur fünf Tage später folgte der nächste Paukenschlag: Apple investiert 500 Millionen Dollar für US-produzierte Magnete aus 100% recycelten Materialien. Die Lieferungen sollen 2027 beginnen, wofür MP Materials seine Magnetfabrik in Fort Worth, Texas, massiv ausbauen wird.
Finanzspritze für Großoffensive
Zur Finanzierung dieser Expansion platzierte das Unternehmen Mitte Juli erfolgreich eine aufgestockte Aktienemission. Am 17. Juli verkaufte MP Materials 11,82 Millionen Aktien zu 55 Dollar je Anteil und sammelte rund 650 Millionen Dollar ein. Diese Mittel fließen direkt in die Beschleunigung der Operationen, einschließlich des Baus einer neuen „10X-Anlage“.
China verliert die Kontrolle?
Diese Entwicklungen markieren einen seismischen Wandel in der globalen Seltene-Erden-Lieferkette, die jahrzehntelang von China dominiert wurde. China kontrolliert noch immer etwa 90% der Veredelung und 70% der Förderung. Durch den Exportstopp nach China und den Aufbau einer vertikal integrierten heimischen Lieferkette – von der Mountain Pass Mine in Kalifornien bis zur Magnetproduktion in Texas – positioniert sich MP Materials an der Spitze der US-Bemühungen um Rohstoffunabhängigkeit.
Der DoD-Preisboden schafft einen neuen „Gravitationspunkt“ für westliche Seltene-Erden-Preise und incentiviert die Produktion außerhalb Chinas. Die Apple-Partnerschaft validiert gleichzeitig die kommerzielle Machbarkeit der Recycling- und Magnetproduktionsprozesse.
Ausblick: Heimische Dominanz im Visier
MP Materials fokussiert sich nun auf die Umsetzung. Das Unternehmen skaliert die Magnetproduktion in Fort Worth und treibt die Pläne für die neue 10X-Anlage voran, deren Inbetriebnahme für 2028 geplant ist. Nach Fertigstellung soll die gesamte US-Magnetproduktionskapazität auf geschätzte 10.000 Tonnen jährlich steigen.
Die Aktie verzeichnet 2025 einen dramatischen Anstieg und spiegelt das Vertrauen der Investoren in die neue strategische Ausrichtung wider. Am 4. September wird CFO Ryan Corbett an der Jefferies Industrials Conference teilnehmen – Anleger lauschen gespannt auf weitere Details zum strategischen Rollout.
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