MP Materials liefert gleich mehrere handfeste Impulse: starke Zahlen für das vierte Quartal 2025, eine milliardenschwere Ausbau-Ansage in Texas – und auffällig viele bullische Optionswetten. Kann das den jüngsten Kurslauf in den nächsten Monaten weiter stützen?
Optionsmarkt setzt auf weiter steigende Kurse
Bei den Derivaten fällt vor allem eins auf: Trader greifen verstärkt zu Call-Optionen, während der Put-to-Call-Wert sehr niedrig liegt. Das deutet auf kurzfristig optimistische Erwartungen hin.
Die aktivsten Positionierungen konzentrieren sich auf Laufzeiten bis März 2026 und September 2026. Dort wandert das Interesse zudem in höhere Ausübungspreise, was auf die Erwartung zusätzlicher Kurschancen auch über mehrere Monate hinaus hindeutet.
Analysten bleiben positiv – mit konkreten Zielen
In dieser Woche bestätigte Deutsche Bank-Analystin Corinne Blanchard das „Buy“-Rating und nannte ein Kursziel von 65 US-Dollar. Bank of America Securities schloss sich an: Lawson Winder vergab in einer Studie vom 27. Februar ebenfalls ein „Buy“.
Laut FactSet kommt MP Materials im Analystenkonsens auf ein durchschnittliches „Buy“ und ein mittleres Kursziel von 77,75 US-Dollar.
Zahlen, Produktion und das 10X-Projekt in Texas
Die Zuversicht stützt sich auf ein profitables Schlussquartal 2025. Das Unternehmen meldete für Q4 einen Nettogewinn von 9,4 Mio. US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 39,2 Mio. US-Dollar. Zusätzlich schloss MP Materials einen größeren Abnahmevertrag für NdPr-Oxid mit einem neuen strategischen OEM.
Zum Quartalsergebnis trug auch eine Preisabsicherungsvereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium in Höhe von 51 Mio. US-Dollar bei. Das war ein wichtiger Treiber für die EBITDA-Erholung und unterstreicht die politische Unterstützung für eine heimische Lieferkette.
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Auf Jahressicht meldete MP Materials Rekorde: 2025 produzierte das Unternehmen 2.599 Tonnen NdPr-Oxid (plus 101% zum Vorjahr) und verkaufte 1.994 Tonnen (plus 75%). Die REO-Produktion im Konzentrat stieg auf 50.692 Tonnen, ein Plus von 12%.
Auch das Magnetgeschäft nimmt Fahrt auf. Im Segment Magnetics erzielte MP Materials 2025 Erlöse von 66,9 Mio. US-Dollar, nachdem im ersten Quartal 2025 erste Lieferungen von magnetischen Vorproduktlinien starteten – im Vorjahr gab es hier noch keine entsprechenden Umsätze. Zudem produzierte das Unternehmen in der Anlage „Independence“ in Fort Worth erstmals NdFeB-Magnete auf kommerziellen Anlagen.
Parallel kündigte MP Materials in Texas das bisher größte Ausbauprojekt an: Auf einem rund 120 Acre großen Gelände in Northlake soll „10X“ entstehen, ein großskaliger Campus für die Fertigung von Seltenen-Erden-Magneten. Geplant ist eine Investition von mehr als 1,25 Mrd. US-Dollar und die Schaffung von über 1.500 Arbeitsplätzen. Der Standort liegt weniger als zehn Meilen von der bestehenden Fort-Worth-Anlage entfernt. Für das Projekt wurde ein Förderpaket von 200 Mio. US-Dollar auf Landes- und Kommunalebene zugesagt. Sobald der Campus in Betrieb ist, soll er zur gesamten Produktionskapazität von rund 10.000 Tonnen NdFeB-Magneten pro Jahr beitragen.
Zum strategischen Rahmen gehören zudem neue Partnerschaften: MP Materials meldete ein verbindliches Joint Venture mit dem US Department of War und dem saudi-arabischen Bergbaukonzern Maaden zum Bau einer Raffinerie für Seltene Erden in Saudi-Arabien. Dort soll Material aus Saudi-Arabien und weiteren Regionen zu getrennten leichten und schweren Seltene-Erden-Oxiden verarbeitet werden, für Abnehmer in den USA, Saudi-Arabien und verbündeten Industrie- und Verteidigungssektoren.
Am Markt bleibt der Titel stark: 2025 legte MP Materials laut Artikel um rund 224% zu, während der S&P 500 knapp 18% gewann. In 2026 steht bislang ein Plus von knapp unter 11% zu Buche, der S&P 500 liegt etwa 1% im Plus. Zuletzt schloss die Aktie bei 63,73 US-Dollar; die Marktkapitalisierung wird mit rund 10,45 Mrd. US-Dollar angegeben.
Der nächste konkrete Termin ist bereits gesetzt: Am 30. April veröffentlicht MP Materials den nächsten Quartalsbericht, zudem plant das Unternehmen den Start der Separierung schwerer Seltener Erden zur Jahresmitte 2026.
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