MP Materials vollzieht einen radikalen Wandel vom einfachen Rohstoffförderer zum strategischen Dreh- und Angelpunkt der US-Verteidigungsindustrie. Während CEO James Litinsky heute auf der J.P. Morgan Industrials Conference die langfristige Vision präsentiert, rücken die Details einer beispiellosen Partnerschaft mit dem Pentagon in den Fokus. Im Kern geht es um den Aufbau einer heimischen Lieferkette für Seltene Erden – flankiert von staatlichen Abnahmegarantien und einer strikten Abkehr vom chinesischen Markt.
Milliarden-Wette auf heimische Produktion
Das Herzstück der Expansionsstrategie bildet der geplante „10X“-Campus im texanischen Northlake. Mit einer Investition von über 1,25 Milliarden US-Dollar will das Unternehmen hier bis 2028 eine Produktionskapazität von 10.000 Tonnen Seltenerd-Magneten aufbauen. Die Nachfrage von kommerzieller Seite ist bereits vertraglich abgesichert. So existiert ein langfristiges Lieferabkommen mit Apple für Magnete aus vollständig recycelten Materialien. Auch General Motors zählt zu den Großkunden, wobei erste kommerzielle Lieferungen für die zweite Jahreshälfte dieses Jahres angesetzt sind.
Ein beispielloses finanzielles Sicherheitsnetz
Die wahre treibende Kraft hinter der Expansion ist jedoch das US-Verteidigungsministerium (DoD). Ausgelöst durch chinesische Exportkontrollen im Frühjahr 2025, hat sich das Pentagon als größter Aktionär und Kunde positioniert. Die finanzielle Architektur dieser Partnerschaft geht weit über gewöhnliche Subventionen hinaus.
Das Abkommen umfasst unter anderem folgende Kernpunkte:
* 400 Millionen US-Dollar Eigenkapitalinvestition durch das DoD
* Eine garantierte jährliche EBITDA-Untergrenze von 140 Millionen US-Dollar für die 10X-Anlage
* 10-jährige Abnahmegarantie für 100 Prozent der produzierten Magnete
* Gewinnbeteiligung des Pentagons ab einem EBITDA von 140 Millionen US-Dollar
Diese Struktur sichert MP Materials nach unten ab, während beide Seiten von zukünftigen Skaleneffekten profitieren. Analysten prognostizieren auf dieser Basis bis 2029 einen Umsatzanstieg auf 1,1 Milliarden US-Dollar.
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Operative Fortschritte treffen auf hohe Kosten
Die strategische Entkopplung von China spiegelt sich bereits deutlich in den Büchern wider. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete MP Materials keinerlei Einnahmen mehr aus dem Verkauf von Seltenerd-Konzentraten nach China – ein harter Schnitt im Vergleich zu den 37 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig verdoppelte das Unternehmen seine NdPr-Oxid-Produktion im Gesamtjahr auf knapp 2.600 Tonnen.
Allerdings hat der rasante Aufbau seinen Preis. Der jährliche Nettoverlust weitete sich um 31 Prozent auf 85,9 Millionen US-Dollar aus. Verantwortlich dafür waren stark gestiegene Verwaltungs-, Transaktions- und Rechtskosten. Zudem zeigte das vierte Quartal, wie abhängig das operative Geschäft noch von staatlicher Stützung ist: Ohne Einnahmen aus einem Preisschutzabkommen hätte das Kerngeschäft ein negatives EBITDA von knapp 12 Millionen US-Dollar verbucht.
Das Management kalkuliert langfristig mit einem jährlichen EBITDA von über 650 Millionen US-Dollar auf Basis aktueller Marktpreise. Mit der vollständigen Implementierung der DoD-Finanzierungsstruktur hat sich MP Materials vom reinen Bergbauunternehmen zum vertikal integrierten Industriepartner gewandelt. Die nächste konkrete Hürde für den Konzern besteht nun darin, die 10X-Anlage in Texas planmäßig zu errichten und die operative Profitabilität ohne direkte Subventionseffekte zu erreichen.
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