Amerika hat nur einen einzigen vollständig integrierten Produzenten von Seltenen Erden — und dieser bereitet sich auf eine der wichtigsten Wochen seiner Unternehmensgeschichte vor. CEO James Litinsky präsentiert am 17. März auf der J.P. Morgan Industrials Conference. Im Gepäck: Rekordproduktion, ein milliardenschweres Bauprojekt und ein Pentagon-Deal, der das Unternehmen fundamental verändert.
Das 10X-Werk in Texas
Das Herzstück der Wachstumsstrategie ist eine neue Magnetfabrik im texanischen Northlake. Investitionsvolumen: 1,25 Milliarden Dollar. Das sogenannte „10X“-Werk soll ab 2028 rund 7.000 Tonnen Seltenerd-Magnete pro Jahr produzieren und die Gesamtkapazität des Unternehmens auf 10.000 Tonnen jährlich heben.
Die Finanzierung steht bereits. Das US-Verteidigungsministerium (DoD) beteiligt sich mit einer Vorzugskapitaleinlage von 400 Millionen Dollar und wird damit zum größten Einzelaktionär. Ergänzt wird das durch einen zehnjährigen Abnahmevertrag für die gesamte 10X-Produktion sowie eine Preisuntergrenze von 110 Dollar pro Kilogramm NdPr — eine bemerkenswerte Absicherung gegen Marktvolatilität. JPMorgan Chase und Goldman Sachs stellen zusätzlich eine Milliarde Dollar Baufinanzierung bereit.
Texas selbst trägt ebenfalls bei: Fördermittel in Höhe von rund 66 Millionen Dollar aus dem Texas Enterprise Fund und dem Texas Semiconductor Innovation Fund flossen an MP Materials. Das Werk soll 1.500 direkte Arbeitsplätze schaffen.
Starke Zahlen, prominente Kunden
Die Quartalszahlen für Q4 2025 unterstreichen die operative Dynamik. Die NdPr-Oxidproduktion verdoppelte sich im Gesamtjahr auf einen Rekordwert von 2.599 Tonnen. Der Jahresumsatz stieg um 10 Prozent auf 224,4 Millionen Dollar, das Magnetsegment steuerte erstmals 66,9 Millionen Dollar bei. Apple und General Motors sind bereits als Kunden an Bord.
Parallel dazu kündigte das Unternehmen ein Joint Venture mit dem saudi-arabischen Bergbaukonzern Maaden an — eine Seltenerd-Raffinerie auf der Arabischen Halbinsel, die Rohstoffe für US-amerikanische, saudische und verbündete Industrie- und Verteidigungssektoren aufbereiten soll.
Geopolitischer Rückenwind
Der strategische Kontext verleiht dem Unternehmen zusätzliches Gewicht. China kontrolliert mehr als 90 Prozent der globalen Verarbeitungs- und Trennkapazitäten für Seltene Erden und hat zuletzt Exportbeschränkungen als wirtschaftspolitisches Instrument eingesetzt. Am 25. März steht eine neue chinesische Exportkontroll-Ankündigung an — eine Entscheidung, die MP Materials als einzigen integrierten US-Produzenten direkt betreffen könnte.
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten um 138,5 Prozent zugelegt, deutlich mehr als der Branchendurchschnitt von 48,2 Prozent. Trotz eines Rücksetzers von 4,7 Prozent am vergangenen Freitag bleibt das Analystenbild positiv: 13 Analysten vergeben im Schnitt ein „Strong Buy“-Rating mit einem Kursziel von 70,92 Dollar. Die institutionelle Beteiligungsquote liegt bei 52,55 Prozent.
Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen zwischen 500 und 600 Millionen Dollar — gedeckt durch mehr als 1,8 Milliarden Dollar liquide Mittel. Der Aufbau einer unabhängigen US-amerikanischen Lieferkette für Seltene Erden läuft auf Hochtouren.
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