Der iShares MSCI World ETF (URTH) profitiert massiv vom anhaltenden KI-Boom und der Stärke des US-Technologiesektors. Doch der Blick unter die Haube offenbart eine zunehmende Konzentration auf wenige Schwergewichte. Investoren stehen vor der Frage: Wie nachhaltig ist diese einseitige Abhängigkeit für das Jahr 2026?
Portfolio im Fokus: Starke US-Lastigkeit
Der ETF bildet den MSCI World Index physisch durch optimiertes Sampling nach und schüttet Erträge halbjährlich an die Anleger aus. Eine Analyse der Zusammensetzung zeigt jedoch ein deutliches geographisches Ungleichgewicht: Die Vereinigten Staaten dominieren das Portfolio mit einem Anteil von über 68 Prozent. Andere Industrienationen wie Japan oder Großbritannien folgen mit großem Abstand.
Sektoral gibt die Informationstechnologie klar den Ton an. Dies spiegelt die aktuelle Struktur der Weltwirtschaft wider, birgt jedoch Klumpenrisiken. Die Entwicklung des gesamten Fonds hängt damit stark an der Performance weniger Tech-Riesen.
Die Top-Positionen im Überblick:
Die zehn größten Positionen bestehen fast ausschließlich aus Profiteuren des KI-Superzyklus und der digitalen Transformation.
| Position | Portfolio-Gewichtung |
|---|---|
| NVIDIA Corp | 5,31 % |
| Apple Inc | 4,38 % |
| Microsoft Corp | 3,74 % |
| Amazon.com Inc | 2,65 % |
| Alphabet Inc Class A | 2,28 % |
| Alphabet Inc Class C | 1,91 % |
| Broadcom Inc | 1,76 % |
| Meta Platforms Inc Class A | 1,59 % |
| Tesla Inc | 1,45 % |
| Eli Lilly and Co | 1,04 % |
(Datenstand: Anfang 2026)
Performance und Wettbewerb
Die Strategie zahlt sich bisher aus. Zum Jahresende 2025 verzeichnete der ETF eine Jahresperformance von 21,28 Prozent. Auch kurzfristig zeigt der Trend mit einem Zuwachs von über 3 Prozent in den letzten drei Monaten nach oben. Der Tracking Error zum Referenzindex bleibt dabei minimal, was für eine effiziente Replikation spricht.
Im direkten Vergleich konkurriert der iShares-Fonds mit Produkten wie dem Xtrackers MSCI World UCITS ETF und dem Amundi MSCI World UCITS ETF. Der Xtrackers-ETF punktet hierbei mit einer niedrigeren Kostenquote von 0,12 Prozent gegenüber 0,24 Prozent beim iShares-Produkt. Amundi setzt hingegen teilweise auf synthetische Replikation, was zwar den Tracking Error senken kann, aber ein Kontrahentenrisiko einführt.
Ausblick für 2026
Für den weiteren Jahresverlauf bleiben die Bewertungen der hoch gewichteten Technologie-Aktien der entscheidende Faktor. Da diese Titel bereits ambitionierte Multiplikatoren aufweisen, reagieren sie sensibel auf Veränderungen bei den Gewinnerwartungen. Neben den regelmäßigen Index-Anpassungen werden vor allem die Zinspolitik der Zentralbanken und die globale Konjunkturentwicklung die Richtung vorgeben. Der Erfolg des ETFs steht und fällt 2026 mit der Fortsetzung der KI-Rallye.
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